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Google kann jetzt Ajax – und was das für Ihre Suchmaschinenoptimierung bedeutet

Carolin Junger veröffentlicht am 7. November 2011 von
Team-Autor: Carolin Junger

Stellen Sie sich vor, Sie haben wahnsinnig interessante Inhalte auf Ihrer Website – aber Google kann sie nicht sehen! Das Problem hatten in der Vergangenheit viele Websites, aber nun ändert sich das.

Denn der Googlebot, der Webcrawler von Google, kann jetzt iFrame-, AJAX- und JavaScript-Inhalte analysieren und auslesen – diese sind auf vielen modernen Websites eingesetzt.

Was hat das zu bedeuten? Bisher wurden als Ergebnisse der Google-Suche nur die Inhalte angezeigt, welche sich direkt auf einer Website befinden. Auf per JavaScript oder iFrame eingebettete Inhalte, wie unter anderem über externe Dienste eingebundenen Kommentare, konnte Google nicht zugreifen. Auch die technische Darstellung der eigenen Inhalte auf Websites basiert oft auf den genannten Skripten und daher konnten diese dann nicht ausgelesen werden. Mit der Änderung von Google ist der Suchmaschine nun auch der Zugriff auf genau diese Texte möglich.

Beispiel: Facebook-Kommentare auf der Website

Eine Auswirkung davon ist, dass Facebook-Kommentare auf Websites nun von den Suchmaschinen ausgelesen werden können. Sofern die in der Suche eingegebenen Stichworte mit den Inhalten der entsprechenden Kommentare übereinstimmen, erscheinen diese dann ggf. auch direkt in den Suchergebnissen. Die Kommentare, die direkt auf Facebook gepostet werden, sind ebenfalls über Google zu finden – wenn die Privatsphäre-Einstellungen dies zulassen. Weitere betroffene Kommentarsysteme sind neben Facebook-Comments auch Disqus und Intense Debate.

Daher wird mit der Änderung von Google die Auffindbarkeit von öffentlichen Diskussionen gewährleistet, wodurch der Anreiz zur Nutzung dieser externen Kommentar-Plattformen enorm ansteigt, weil eine bisher dagewesene SEO-Hürde wegfällt.

Bedeutung für Unternehmen

In der Google-Suche werden nun auch weitere Inhalte mit einbezogen, die bislang nicht analysiert werden konnten. Suchmaschinenoptimierer werden sich daher über die Änderung von Google freuen. Sie können jetzt guten Gewissens Kommentarsysteme in Blogs und Websites mit einbauen, aber auch eigene über JavaScript oder iFrames eingebundene Inhalte, die bisher für Google schwer zugänglich waren, können jetzt indiziert werden. Oft entsteht eine Rivalität zwischen der Suchmaschinenoptimierung und Usability einer Website. Diese wird nun verkleinert, da auch Inhalte einbezogen werden können, die bislang zu Gunsten der Usability für die Suchmaschinen unsichtbar waren.

Jeder weitere Kommentar führt dazu, dass die Inhalte einer Webseite vermehrt und die Aktualität erhöht wird, wodurch letztlich auch ein besseres Ranking der Seite auf Google entsteht.

Abschließend lässt sich sagen, dass Google eine weitere Hürde abgeschafft hat und damit die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung von Websites verbessert wurden.

Soziale Suche – oder SEO ärger dich nicht

Stephanie Traub veröffentlicht am 28. Oktober 2011 von
Team-Autor: Stephanie Traub Xing

Keyword-Domain + Links kaufen + keywordreicher Content = Platz 1 bei Google

Diese SEO-Rechnung geht nicht mehr auf. Die Zeiten sind vorbei, bei der es für eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung ausgereicht hat, die Webseite mit wichtigen Keywords auszustatten und für einen guten Linkaufbau zu sorgen, um bei Google auf Platz 1 zu landen. SEO-Experten diskutieren schon darüber, ob Suchmaschinenoptimierung inzwischen nun sogar “tot” ist.

SEO tot – wie kommen sie darauf?

Dazu kann man sich einfach mal direkt an die Suchmaschine selbst setzen und bspw. nach “porsche” googlen. Dank Google Instant bekomme ich sofort Suchergebnisse aufgelistet. Hier sieht man nun nicht nur einfach klassische Suchergebnisse, sondern farblich hinterlegte Anzeigen, Karten, News und auch Bilder.

Im Gegensatz zu heute sahen die Google Suchergebnisse früher richtig langweilig aus. Heute sind die Suchergebnisse universell. Das bedeutet News, Bilder, Videos usw. werden mit in den Suchergebnissen angezeigt, die Google sich aus dem Netz zieht. Doch was viel wichtiger ist, dass die Suchergebnisse nicht nur universell in ihrer Art geworden sind, sondern vor allem individuell.

Was bedeutet das konkret für den Suchenden?

Ist man bei Google mit einem Konto angemeldet und auch gerade eingeloggt, konnte man noch vor Google Plus seine Suchergebnis-Favoriten mit Sternchen markieren und speichern. Das wurde nun durch den +1-Button ersetzt.
Durch die lokale Suche werden mir immer öfter diese Karten und Adressen in den Suchergebnissen angezeigt. Wohne ich in Stuttgart und suche von zu Hause aus nach Frisör, bekomme ich hauptsächlich Frisöre aus Stuttgart gelistet, da Google meinen Standort automatisch über die Google Suchoberfläche und die IP-Adresse lokalisieren kann.

Nun hat Google vor einigen Monaten ein weiteres großes “Ding” gestartet und zwar seine eigene Social Community Google Plus und den +1-Button. Google sagt auch offen, dass +1 sich auf die Suchergebnisse auswirkt. Faktoren wie “welchem Freund gefällt welcher Link” oder “welche Inhalte werden mit dem +1-Button geteilt” sind extrem wichtig und zählen mit in den Suchalgorithmus.
Die Experten von SEOmoz erstellen jährlich eineRanking-Liste der wichtigsten Faktoren bei der Berechnung der Suchergebnisse. Sie haben auch die zukünftigen SEO-Trends ermittelt, die sich folgendermaßen aufgliedern:

Ranking-Faktoren bei Google (Trend 2011)
Quelle: 2011 Search Engine Ranking Factors (SEOmoz)

Hier sticht ganz deutlich der soziale Faktor heraus, der an Bedeutung immer weiter zunimmt. Solche klassischen SEO-Faktoren wie bezahlte Links und sogar die Keywords in Ankertexten verlieren stark an Bedeutung.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Wir sagen: Mensch SEO ärger dich nicht! Die Suchmaschinenoptimierung ist nicht “tot”, sondern sie fordert nun Sozialität. Die Unternehmen können die soziale Suche als Chance nutzen. Sie fordert dazu auf, sich um eine gute Online-Reputation zu bemühen. Das heißt: SEO geht perspektivisch nicht mehr ohne Social Media!

Online-Reputation-Management sollte in die gesamte Online-Strategie mit integriert werden, denn auch die soziale Suche zeigt uns, wie wichtig der Faktor Mensch im SEO geworden ist.

Fair Play wird bei SEO noch wichtiger. Das heißt: Suchmaschinenoptimierung ohne Betrügereien umsetzen und interessante Inhalte, die die Internetnutzer von sich aus gerne verlinken und teilen, anbieten – so wird der Weg in die oberen Reihen von Google erleichtert. Letztlich gilt also weiterhin der alte Satz: Content is King!

Wer hat Angst vorm Panda-Bär? Einschneidende Änderungen im Google-Algorithmus

Nina King veröffentlicht am 3. Mai 2011 von
Team-Autor: Nina King Xing

Schon mal überlegt, was passiert wenn die Sichtbarkeit ihrer Webseite in Google um 94% sinkt? Kein schöner Gedanke – insbesondere für Preisvergleichsportale und Shopping-Websites, deren Geschäfte komplett von der guten Positionierung in Google abhängen.

So aber passiert in den USA und dem Vereinigten Königreich, nachdem Google seinen Suchalgorithmus einschneidenden Änderungen unter dem Titel “Panda” (UK) bzw. “Farmer” (USA) unterzogen hat. (Linktipp: Änderung der Sichtbarkeit von Panda-Verlierern) Auch in Deutschland steht dieses Update bevor.

Ein Blick auf Panda: Wer ist betroffen?

Die großen Verlierer werden in einer netten Grafik von Search Engine Watch veranschaulicht. Ist er nicht süß, der „kleine“ Panda?

Panda-Update von Google

Quelle: SearchEngineWatch

Ein im offiziellen Google-Blog veröffentlichter Beitrag klärt auf – der neue Algorithmus soll:

  • Spam-Webseiten ein hohes Ranking erschweren (Link: Googles Spam-Definition)
  • Das Auffinden von Spam auf einzelnen Webseiten (z.B. automatisierte Blogkommentare) verbessern
  • Das Erkennen von Webseiten, die das Ranking manipulieren wollen – insbesondere durch gekaufte Links- verbessern
  • Kopierte Inhalte und Seiten mit wenigen originären Inhalten herabstufen
  • Internetnutzern neue Feedback-Möglichkeiten über niederwertige Inhalte geben und diese Wertungen mit einbeziehen
  • Die Maßnahmen in 2010 (damals wurden bereits Webseiten mit gekauften Links, z.B. aus Linkfarmen, herabgestuft) weiter forcieren

Was also tun? Kann man den Panda auch knuddeln?

Wer in der Vergangenheit ethische Suchmaschinenoptimierung (White-Hat-SEO) betrieben, und seine Suchmaschinenoptimierung auf eine Basis von einzigartigen, wertvollen Inhalten gestellt hat, braucht keine Angst vorm Panda-Bär zu haben – und darf ihn einmal kräftig in den Arm nehmen!

Natürlich ist zum jetzigen Zeitpunkt viel mit Spekulation verbunden, einige erste Schlüsse kann man aus dem Roll-Out im englischsprachigen Bereich aber ziehen, von John McPhee sehr schön zusammengefasst und von mir an dieser Stelle ergänzt:

  1. Kontrollieren Sie die Links auf Ihre Webseite und veranlassen Sie verweisende Seiten mit minderer Qualität den Link zu löschen. Hinweise auf geringe Qualität sind
    • Viel Werbung/Werbeanzeigen
    • Fehlende qualitativ hochwertigen Inhalte
    • Viel Inhalte, wenig Traffic
    • Seiten mit mehr Verlinkungen auf externe Webseiten als auf interne Seiten (Linkfarmen)
  2. Gute Inhalte führen unweigerlich zu hochwertigen Verlinkungen. Bieten Sie ständig aktuelle, neue und einmalige Inhalte an – besonders geeignet: ein eigener Blog.
  3. Werden Sie im Social Web aktiv und ermuntern Sie zu Bewertungen und Verlinkungen in sozialen Netzwerken (z.B. durch einen Share-Button auf der eigenen Webseite) – denn Suchmaschinenoptimierung gehört jetzt auch zur Social-Media-Strategie Google bezieht die Listung und Bewertungen im Netz jetzt mit ein. Einträge bei Twitter, Facebook & Co., die Listung im Google Branchencenter, Google Shopping, Google +1, Bewertungen bei ciao.de & Co. – all diese Fanbekundungen und Listungen werden positiv honoriert.

Mit Spannung erwarten wir die Ankunft des Panda-Bären in Deutschland. Und wenn er da ist, dann wagen wir ein kleines Tänzchen mit ihm ;)

SEO-Texte: Suchen und gefunden werden

Stephanie Traub veröffentlicht am 8. April 2011 von
Team-Autor: Stephanie Traub Xing

Im ersten Teil Schreiben fürs Web: gewusst wie ging es um das Leseverhalten im Internet, wie Texte geschrieben und fürs Web optimal dargestellt werden sollen.

Nun sollen die Texte suchmaschinenoptimiert aufbereitet werden. Warum sollte man das tun? Das ist ganz einfach. Das Internet ist inzwischen zu einem der wichtigsten Entscheidungsträger für Interessenten geworden. Im Web steckt viel Potenzial für erfolgreiche Kundengewinnung. Deshalb ist es so enorm wichtig, dass die potentiellen Kunden das Angebot auch finden.

seo-texte schreiben

Da in Deutschland die Suchmaschine Google einen Marktanteil von fast 90% hat, optimiert man in der Regel speziell für diese Suchmaschine und zwar mit Schlagwörtern, sogenannten Keywords, die gezielt in die Webseite und in die Texte eingebaut werden.

Durch dieses gezielte Einsetzen von Keywords kann versucht werden, die Positionierung in den Suchergebnissen (Ranking) bei Google zu verbessern. Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt und mit Keywords bestückt werden:

  • Titel der Webseite: ist oben in der Browserleiste zu sehen
  • Im Text sollte das Keyword stehen, möglichst schon am Anfang
  • Überschriften und Zwischenüberschriften
  • Keyword-Frequenz (Keyworddichte) sollte im Text ca. 3-5% betragen
  • Alternativer Text (Alt-Tag) für Grafiken einpflegen
  • Webseite und Texte aktuell halten:( bspw. Inhalte von 2011 sind relevanter als von 2006) Aktualität ist auch ein Faktor
  • Links zu relevanten Seiten mit identischem Keyword (Ankertext)
  • Meta-Tags pflegen: Meta-Descriptions und ggf. Meta-Keywords

Nun ist das Texten mit Keywords nicht ganz einfach und Google weiß um das Streben nach Platz 1. Hier und da wurden auch schon von Google Betrügereien aufgedeckt, die die Suchmaschine hart abstraft und bspw. auch mal Seiten aus ihrem Index verbannt, oder zeitweise ausschließt. Deshalb ist es ratsam, Keywords an Stellen unterzubringen, an denen sie vollkommen natürlich stehen. Hier noch ein paar Tipps:

  • Häufige Wiederholungen innerhalb eines Satzes und
  • Häufige Wiederholungen innerhalb aufeinander folgender Sätze vermeiden
  • Zusammenhanglose, stichwortartige Erwähnungen sollten unterlassen werden

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass solche Optimierungsmaßnahmen nicht in Stein gemeißelt und niemals abgeschlossen sind. Google entwickelt seine Algorithmen und Kriterien für gutes Ranking ständig weiter, deshalb sollte die Webseite auch kontinuierlich optimiert und die Positionierung bei Suchmaschinen ständig überwacht werden.

Schreiben fürs Web: Gewusst wie!

Stephanie Traub veröffentlicht am 24. Februar 2011 von
Team-Autor: Stephanie Traub Xing

Eine Zeitung in den Händen zu halten und Artikel zu lesen stellt schon einen enormen Unterschied zum Lesen eines Textes im Internet dar. Sei es vom Computer, Laptop oder Smartphone aus. Nun denken aber viele, dass der Text selbst sich nicht von der Offline- zur Online-Welt zu unterscheiden braucht. Aber genau das tut es! Das Texten fürs Web differenziert sich sehr von den klassischen Zeitungsartikeln. An was liegt das genau?

Leseverhalten und das Medium Internet

Erstens liegt das am Leseverhalten und am Umgang mit dem Medium Internet an sich. Das Problem bei der Nutzung des Internets liegt darin, dass der Internetsurfer erwartet, dass er unter Zeitdruck die Relevanz eines Inhaltes schnell für sich erfassen kann. Die darin enthalten Informationen möchte er miteinander verknüpfen und somit auswerten können. Vor allem sollen die Informationen für den Internetnutzer auffindbar sein, das heißt über Suchmaschinen gefunden werden.
Zudem kommt, dass das Leseverhalten online vollkommen anders ist. Die Lesegeschwindigkeit ist bis zu 30% langsamer, nur 16% lesen den ganzen Text und nur 20% aller Internettexte werden überhaupt gelesen. Diese Phänomen kennen wir von uns selber. Wir überfliegen meistens die Texte nur und springen mit den Augen nach fett markierten Wörtern und scannen somit den Inhalt. Und wie erstellt man nun einen solchen scannbaren Text?

Scannbare Texte erstellen

Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Schriftgröße min. 11pt, Schriftart Tahoma oder Verdana
  • Fettungen: ca. zwei Fettungen pro Absatz und nicht mehr
  • Kurze Absätze: 3-5 Zeilen mit aussagekräftigen Überschriften
  • Möglichst ein Kernargument pro Absatz, das erleichtert das schnelle Verstehen der Inhalte
  • Das Wichtigste zuerst in jedem Artikel und in jedem Absatz, da selten der ganze Text gelesen wird
  • Links setzen, um Informationen zu verknüpfen
  • Wichtiges nicht nur im Fließtext darstellen, sondern auch in Grafiken, Diagrammen, Textkästen, Bullet-point-Listen, nummerierten Listen oder Tabellen

Gute Inhalte schaffen

Es reicht aber nicht aus, die Texte nur scannbar zu machen. Sondern Texte, die gut geschrieben und inhaltlich relevant sind, werden gelesen. Das ist eine Kunst für sich, jedoch stellen wir hier kurz ein paar Schritte vor, die dabei helfen können, einen Text zu erstellen:

  • Für wen schreiben Sie? Definieren Sie Ihre Zielgruppe.
  • Beantworten Sie die W-Fragen:
    Wer? Was? Warum? Wann? Weshalb? Wo? Und für wen?
  • Was ist die wichtigste Information für Ihre Zielgruppe?
    Definieren Sie Ihre Kernaussage.
  • Wählen Sie ein Keyword (Schlagwort, Suchbegriff).
  • Fassen Sie die wichtigsten Antworten auf die W-Fragen
    in einem einleitenden Satz zusammen (Teaser).
  • Schreiben Sie den Text (einen Absatz).
  • Machen Sie den Text scannbar.
  • Schreiben Sie eine Überschrift.

Texte auffindbar machen

Die ersten beiden großen Schritte sind geschafft. Der Text ist geschrieben und für das Web aufbereitet. Jetzt muss der Text nur noch gefunden werden! Hier kommt die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel. Doch bevor ich hier selbst noch einen unscannbaren und viel zu langen Text schreibe, werde ich daraus einen extra Blogbeitrag machen (Link wird dann hier nachgetragen). To be continued ;-)