Beiträge die mit ‘Positionierung’ ausgezeichnet wurden

Bilder: Die Körpersprache der Website

Nina King veröffentlicht am 14. September 2009 von
Team-Autor: Nina King Xing

“Bilder sagen mehr als tausend Worte” – auch wenn dieses Sprichwort schon etwas verbraucht erscheint: Für die Online-Welt stimmt nichts mehr als das. Immer mehr Webseiten setzen auf großflächige Bilder- sei es als Hintergrund oder integriert in Slidern- und sind teilweise sogar komplett auf Fotografien aufgebaut, mit dem Ziel Emotionen zu wecken.

Ich möchte sogar soweit gehen und sagen, dass die Bildwelt einer Webseite dessen Aussagekraft maßgeblich beeinflusst, und das gesamte Webdesign an sich maßgeblich bestimmt. Das Design des “Website-Gerüsts” (also Aussehen und Platzierung von Navigation und Inhaltselementen) spielt eine weniger wichtige Rolle und kann gegenüber den verwendeten Bildern als untergeordnet betrachtet werden. So kann aber auch eine fade und statische Bildwelt das Webdesign regelrecht zunichte machen – und zusätzlich im Gegensatz zu den Werbeaussagen stehen.

Nehmen Sie einem Unternehmen eine hohe Serviceorientierung ab, wenn der Servicemitarbeiter mit verschränkten Armen vor Ihnen steht und womöglich noch grimmig dreinschaut? Eben! Genauso glaube ich nicht an die hohe Innovationskraft eines Unternehmens, wenn mir kleine, statische, gestellte Bilder von Anno dazumal auf ihrer Webseite entgegenspringen.

Das Webdesign und ganz besonders die Bildwelt müssen der Positionierung der Marke entsprechen. Der neue Trend heißt hier: Einfachheit, wie ein Trend-Report von Getty Images aufzeigt (Bericht auf fotografr.de):

ScreenShot020Foto: Getty Images/Flickr/ Nina Monkkonen/85155531

Dieser Mini MAP Report bietet wertvolle Einsicht in die visuellen Trends, die den Look der Massenkommunikation verändern werden. Das weltweit aktive Creative Research Team von Getty Images hat seit Beginn des Wirtschaftsabschwungs Hunderte von Werbekampagnen aus allen Teilen der Welt untersucht und die Ergebnisse in dieser Studie zusammengefasst. Der Report zeigt Trends auf, die keine vorübergehenden Modeerscheinungen, sondern langfristige Entwicklungen sind, und kann so allen Nutzern von Bildmaterial als praktische Hilfestellung bei der Schaffung visueller Kommunikation dienen.

Machen Sie sich daher vor dem Relaunch über eine zur Positionierung passende Bilderwelt Gedanken. Sie ist die Körpersprache Ihrer Website – und die spricht ja bekanntlich auch mehr als tausend Worte.

Inspirationsquellen:

Getty Images – Stock Fotografie

Smashing Magazin – Übersicht über 40 Online Fotografie Magazine

Fokussiert – Fotografie-Blog

Eine Frage der Positionierung

Sebastian Bosch veröffentlicht am 19. August 2008 von
Team-Autor: Sebastian Bosch Xing

Oft haben wir an dieser Stelle schon verschiedene Erfolgs- und Controlling-Möglichkeiten beschrieben. Auswertungen machen aber natürlich vor allem Spaß, wenn man auch echte Erfolge vorweisen kann.

Ein zentraler Erfolgsfaktor, der meiner Ansicht nach häufig unterschätzt wird, ist eine klare Positionierung. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt: warum soll sich der User gerade für uns entscheiden?

Um es noch etwas greifbarer zu machen, stellen wir uns eine alltägliche Situation vor, die wir alle kennen: wir sind auf der Suche nach etwas und geben daher bei Google unsere Suchbegriffe ein. Wenn wir nicht allzu viel falsch gemacht haben, bekommen wir eine Liste von Unternehmen, die uns helfen könnten.

Ich mache den Versuch und gebe bei Google ein: “Stuttgart + Küchen”. Das Ergebnis sind zahllose Links zu verschiedenen Küchenstudios. Ich klicke mich durch und schaue, welche Seite mich spontan anspricht. Das Ergebnis: Keine. Ok, eine Ausnahme ist bulthaupt.de, aber die sind mir zu abgefahren.

Google-Suche: "Küche + Internet"

Webseiten im direkten Vergleich

Keines der Küchenstudios hat es auf jeden Fall geschafft, mir klar zu sagen, warum ich gerade bei ihnen richtig bin, warum ich gerade mit Ihnen Kontakt aufnehmen soll. Alle Seiten sehen irgendwie ähnlich aus (meist auch total überladen), haben immer eine Küche abgebildet und nennen ihre Marken – die aber eigentlich auch bei allen gleich sind.

Was man hätte tun können? Man könnte beispielsweise Zielgruppen, bei denen man traditionell sehr erfolgreich ist (junge Familie, älteres Ehepaar..) direkt ansprechen. So ist jeder und doch keiner angesprochen.

Oder das Unternehmen könnte sein spezielles Know-how hervorheben. Zum Beispiel, wenn man besondere Erfahrung mit modernen Küchen oder Küchen im Landhausstil o.ä. hat.

Ein Möglichkeit, mich von der Qualität der Küchen zu überzeugen, wäre auch eine kostenlose Garantie-Verlängerung gewesen, die man direkt auf der Startseite anbietet – das hätte mir zumindest gezeigt, dass man von der eigenen Qualität überzeugt ist.

Auf jeden Fall gibt es viele Ideen und Möglichkeiten, das Interesse des Besuchers zu wecken. Schade, mit einer richtigen Positionierung wüsste ich jetzt vielleicht, wohin ich gehen müsste! Und das Küchenstudio hätte sich bei seiner nächsten Auswertung über eine neue Kontaktanfrage via Website und möglicherweise sogar über den Verkauf einer neuen Küche freuen können ;-)