veröffentlicht am 8. Juli 2011 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Beim Thema Online-Shop zögern noch manche B2C-Unternehmen, wenn sie bisher (noch) sehr erfolgreich mit ihrem stationären Handel sind. Zu groß ist die Sorge um Umsatzeinbußen und Abwanderung der Kunden in die Online-Welt. Was meist eine irrige Annahme ist, denn wer online kaufen will, kauft online – nur dann eben bei anderen. Warum also nur auf die “reale Welt” setzen, wenn sich diese mit der “virtuellen” und somit mit dem Online-Shoppen verbinden lässt – und letztlich mehr Umsatz einbringen kann?!
Die Gruppe Nymphenburg Consult AG hat auf dem Neuromarketing Kongress 2011 erstaunliche Erkenntnisse zum Thema Multichannel und Shopping 2020 präsentiert. Der Sinn und den Erfolge des Multichannels wollen wir nun an einem Beispiel verdeutlichen und durch ein paar Fakten der Consulting Gruppe unterstreichen.
Ein beeindruckendes Beispiel für eine erfolgreiche Multichannel-Ausrichtung stellt H&M dar. Das schwedische Textilhandelsunternehmen hat bereits vor einigen Jahren das Online-Potenzial für sich erkannt und ist nun dabei, es sukzessiv auszuschöpfen. Seit Einführung des Online-Shops und der Multichannel-Strategie 2005 konnte H&M seinen Profit um 102 % steigern.
Klingt beeindruckend und wenn man bedenkt, dass laut der Studie von Gruppe Nymphenburg und Ebeltoft, 88% der Internetnutzer online einkaufen, (Basis: 46,1 Mio deutsche Internetnutzer) verwundert es schon nicht mehr ganz so sehr, dass das Konzept von H&M mit einer so großen Profitsteigerung aufgeht.
Wie ist H&M dieser enorme Erfolg gelungen?
Kreativität, schickes Design, Nutzerführung und vor allem die medien-übergreifende Ansprache der Kunden per:
App für iPhone und iPad
Print-Katalog
Newsletter
Rückgabe und Abholung von Online-Bestellungen im Store
Facebook Deals (Mobile Commerce)
Klassische Werbung
Couponing (Gutscheine)
Online-Shop
YouTube-Kampagnen
Facebook-Fanpage
Twitter
InGame-Advertising
waren stark am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Online-Shops oder weitere online-bezogene Aktivitäten müssen nicht bedeuten, dass der stationäre Handel Umsätze einzubüßen hat und die meisten nur noch im Internet bestellen, trotz der genannten 88% Internetkäufer. Mit der richtigen Strategie und Ausrichtung der Aktivitäten auf die Zielgruppe lässt sich beides miteinander sinnvoll verknüpfen.
Es geht dann nicht so sehr darum, ob online oder offline, sondern darum, dass bei uns gekauft wird.
Location Based Services & Couponing
Solche enorm gut laufenden Social Communities wie Facebook können für den stationären Handel genutzt werden, in dem man sich zum Beispiel an die mobilen Facebook und Internetnutzer wendet und diesen besondere Rabatte anbietet, wenn sie sich bspw. im Geschäft “einchecken”, über Facebook Places und andere Location-based-Services wie Foursquare.
Eine weitere Möglichkeit bietet das Couponing. 60% derTop-E-Commerce-Unternehmen setzen bereits auf solch eine Werbemöglichkeit mit Gutscheinen. Diese können über große Couponing-Anbieter wie Groupon den Kunden bereitgestellt werden oder einfacher: auf der eigenen Webseite. Hier kann ebenso ein Gutschein zum Ausdrucken angeboten werden, bspw. zeitlich begrenzt oder nur mit Angabe der E-Mail-Adresse, den die Kunden dann im Handel einlösen können. Es sollten aber eher kleinere Rabatte sein, um nicht zu sehr einfach nur Schnäppchenjäger zu bedienen, sondern neue Kunden zu gewinnen.
Das sind jetzt nur zwei kleine Beispiele, wie sich die Offline- und Online-Welt verknüpfen lassen. Es gibt noch viele weitere und es werden mit Sicherheit immer neue Möglichkeiten kommen. Es bleibt also spannend, bleiben auch Sie dran und machen Sie mit! :-)
veröffentlicht am 27. Mai 2011 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Durch das beschreibende Wort “Schattenspender” entsteht sofort ein konkretes Bild im Kopf. Man könnte fast sagen, aus einfachem etwas Besonderes zu machen, das macht gutes Storytelling aus. Wie erzähle ich etwas, damit es interessant für meine Zielgruppe ist? Diesen Fragen sind wir diese Woche im MFG-Haus in Stuttgart im Rahmen eines Workshops der PR-Agentur Storymaker nachgegangen.
Die Prinzipien des guten Geschichten-Erzählens
Was fesselt uns? Was macht eine gute Geschichte aus und lässt uns weiter zuhören? Und wir sprechen hier nicht nur von Dramen oder Krimis. Diese Prinzipien lassen sich auch auf Geschichten von Unternehmen übertragen.
Was ist es, das mich so an Coca Cola fasziniert? Was lässt mich BMW fahren und nicht Audi, oder wenn ich an die LBS denke – “wollen wir dann nicht alle auch mal Spießer werden?”?
Die Story des Unternehmens
Das, was uns an Marken und Unternehmen fasziniert sind die Geschichten, die sie ausmachen und erzählen. Sie haben alle einen Kern, der in Form von verschiedenen Mini-Geschichten über unterschiedliche Kommunikationsplattformen vermittelt wird. Und zu jeder guten Geschichte gehören Charaktere, ein Ziel, ein Anfang und Ende und für den Anreiz ein Konflikt. Übertragen auf die Unternehmenskommunikation bedeutet das:
Charaktere: das Unternehmen selbst, Produkte oder Dienstleistungen
Ziel: Unternehmensziele, z.B. Markterschließung, Neukundengewinnung
Zielgruppe: für wen?
Anfang und Ende: Erklärung des Ziels und Zielerreichung
Konflikt / Stärken und Schwächen: zentraler Dreh- und Angelpunkt
Das Unternehmen Apple soll das Ganze noch besser verdeutlichen: Hat sich nicht jeder schon einmal gefragt, was der angebissene Apfel soll? Betrachtet man das allererste Logo von Apple, wird das Ganze schon klarer. Das Logo erzählt eine kleine Geschichte:
Der Kern des Unternehmens Apple ist die Idee selbst. “Think different”. Das alte Logo verdeutlicht diesen Kern sehr gut. Noch unklar? Das Logo stellt Isaac Newton und die Geschichte, wie er zu seiner Idee der Gravitationstheorie kam, dar. Der besagte Apfel, der heute noch im Logo zu finden ist, nun angebissen in Anlehnung an den Apfel aus dem Garten Eden, der vom Baum der Erkenntnis stammte und somit den Kern – Ideen – wiederspiegelt.
Viele Unternehmen kommunizieren ihren (Marken-) Kern über Claims und Logos. So steht Coca Cola für “Lebe die Zukunft”, BMW steht für “Freude am Fahren” und die LBS verspricht “Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause”. Auch bei einem Werbespot, der sagt “Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!” steckt trotzdem noch der Kerngedanke des Unternehmens drin.
Jede Art der Kommunikation, sei es über eine Facebook Fanpage, die Unternehmenswebseite oder eine andere soziale Plattform, soll diesen Kern des Unternehmens widerspiegeln. So wird glaubwürdig kommuniziert, Image gestärkt und Beziehungen zu Kunden aufgebaut. Das wichtigste bei allen Kommunikationsformen ist, dabei stets konkrete Zielvorstellungen zu haben. Denn wenn man nicht weiß was man will, kann man auch nicht wissen, was man kommunizieren soll.
Oder was denken Sie? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!
veröffentlicht am 22. April 2010 von
Team-Autor:
Nina King
Buchempfehlung: Bullshit Bingo
Spätestens seit dem Werbetrailer von IBM, weiß jeder, was mit “Bullshit Bingo” bzw. “Buzzword Bingo” gemeint ist: Der überflüssige Gebrauch sinnloser und austauschbarer Worthülsen im Geschäftsleben als Bingo-Spiel.
Werbetexte sind davon besonders stark betroffen. Denken Sie doch nur einmal an all die überflüssigen Superlative (“die neusten Innovationen”), abgedroschenen Phrasen (zukunftsorientiert denken, intelligente Lösungen) und zusammengesetzten Wörter wie Effizienzsteigerung, kostenreduzierend oder Optimierungspotential. Nutzen Sie Buzzwörter in Ihrer Außenkommunikation bewirkt das insbesondere eins: Sie werden vollkommen austauschbar.
Ein Beispiel: Blättern Sie doch einmal durch eine Broschüre Ihrer Konkurrenz – so auch die Empfehlung im Buch “Bullshit Bingo” von Albert Heise – und lesen Sie die Texte genau durch. So kann man bei einem Handelsunternehmen lesen (S. 12):
Private und gewerbliche Kunden erleben bei uns das volle Leistungsspektrum des Handels – mit Sortimenten, die in punkto Vielfalt, Qualität und Preis keine Wünsche offen lassen. [...] Die XX Group steht für umfassende Handelskompetenz, Internationalität und hohe Innovationskraft.
Sind Sie überzeugt? Dieser Text könnte doch bei jedem x-beliebigen Konkurrenten genauso gelten! Es gilt also andere Wege in der Außenkommunikation zu beschreiten.
Social Media als Wegbereiter der authentischen Kommunikation
Nicht nur die Wirtschaftskrise hat die Konsumenten sensibler für Worthülsen gemacht – auch Soziale Web trägt seinen Teil dazu bei. Schreibt ein neuer Mitarbeiter im Blog über seine ersten Eindrücke vom Unternehmen, wird er ganz sicher nicht von “innovative Lösungskonzepte für die technischen Anforderung unserer Kunden” sprechen.
Möglichkeiten authentischer, emotionaler und damit ansprechendere Werbetexte zu schreiben zeigt das Buch “Bullshit Bingo” auf. Es ruft dazu auf mutiger zu werden und sich von der internen Unternehmenssicht zu lösen. Denn: Nur wer auffällt kann sich von der Konkurrenz abgrenzen.
Ich möchte dieses Buch deshalb jedem Texter ans Herz legen – es bläst frischen Wind in die Werbewelt!
veröffentlicht am 9. Februar 2010 von
Team-Autor:
Nina King
Als Online-Spezialist für Markenkommunikation unterstützt MOSAIQ MEDIA Unternehmen dabei, über das Internet neue Kunden, mehr Vertriebskontakte und höhere Umsätze zu generieren. Darüber hinaus sorgen wir als Systemhaus für die technische Umsetzung aller unserer Maßnahmen. Unsere Kunden sind Top-Unternehmen aus dem Mittelstand und etablierte Marken – darunter SAP, Porsche und Breuninger. Es ist unser Ziel, zu den ersten Agentur-Adressen für Online-Kommunikation zu gehören.
Um dieses Vorhaben zu erreichen, suchen wir kreative Köpfe, die jenseits vom Mittelmaß denken und arbeiten. Für die Spitzenleistung zählt und die sich und uns weiterbringen möchten. Ab sofort gesucht:
Online-Konzeption / Text (m/w)
Deine Aufgabe:
Entwicklung von Ideen und Maßnahmen für digitale Kampagnen, die Aufmerksamkeit wecken, verkaufen und die Marke stärken. Und Texte, die das griffig und authentisch vermitteln.
Dein Profil:
Du hast studiert? Gut! Du hast nicht studiert? Auch gut! Wir erwarten nicht die besten Noten oder den höchsten Abschluss. Aber wir erwarten Charakter – eine Persönlichkeit mit Herz und Verstand. Und Referenzen, die zeigen, dass du dein Handwerk verstehst und dies schon mehrfach unter Beweis gestellt hast.
Wir bieten dir das Umfeld für eine optimale Entwicklung: anspruchsvolle, mutige Kunden. Eine Agentur, die sich weiterentwickeln möchte und Ziele hat. Und schöne Räume in der Stuttgarter Innenstadt, die Raum für kreatives Arbeiten geben.
Auf deine Bewerbung sind wir gespannt: am besten per E-Mail an welcome-at-mosaiq-media.de. Bei Fragen steht dir unser Geschäftsführer, Sebastian Bosch, gerne persönlich zur Verfügung. Telefon: 0711/8394848-30, E-Mail: bosch-at-mosaiq-media.de.
veröffentlicht am 27. August 2009 von
Team-Autor:
Nina King
Meine kleine 4jährige Nichte Lena macht es vor: Wo immer sich ein Button auf erklimmbarer Höhe befindet wird er auch gedrückt. Licht an, Licht aus. Radio an, Radio aus. Was für ein Spaß!
Vergleichen wir das mit unserem Verhalten im Internet sieht das ähnlich aus – wenn es eine Interaktionsmöglichkeit in Form eines Start- Kontakt-, oder Infobuttons gibt, nutzen wir diese auch. Ein Button an sich ist schon als Call-to-Action zu werten. Er führt dem Besucher nicht nur konsequent vor Augen, was möglich ist, sondern gibt einen konkreten Anreiz: Schreite in Aktion! Und befriedigt ganz nebenbei unseren natürlichen Spieltrieb.
Die Schande ist nur: Viele Webseiten, die ich mir ansehe (und das gerade im B2B-Bereich) besitzen keinen Button. Da werden zeilenweise Details und Vorteile des Produkts genannt und man fragt sich als Besucher schließlich: “Und was jetzt?”. Oftmals bleiben am Ende nur die Kontaktdetails aus dem Impressum mit direktem Draht zur Empfangspforte. Kundenservice ist etwas Anders! Und in Online-Shops fehlt der “Jetzt kaufen”-Button doch auch nicht!
Besonders schön hat das z.B. der Portalfräsmaschinenhersteller F. Zimmermann auf Produktdetail-Level gelöst. Ein Button “Ansprechpartner”, ein Button “Prospektdownload” zu jedem Produkt. Endlich wissen wir Webseitenbesucher wieder, was zu tun ist!