veröffentlicht am 21. Oktober 2011 von
Team-Autor:
Tobias Mattl
Jetzt weiß man gerade mal, was Multichannel-Marketing ist und schon kommt mit No-line-Commerce das nächste Fremdwort um die Ecke. So oder so ähnlich denken gerade wohl viele Marketing-Verantwortliche.
Zum Thema Multichannel haben wir uns ja kürzlich schon geäußert. Die Unternehmen haben auf vielen verschiedenen Kanälen mit den Konsumenten Kontakt, was eine große Herausforderung für sie darstellt. No-line ist nun gewissermaßen die Sicht des Konsumenten, denn er unterscheidet nicht zwischen online und offline. Sie gehen zu einem Unternehmen bzw. einer Marke.
Die Kunden unterscheiden nicht mehr zwischen den Kanälen, kaufen nicht mehr gezielt on- oder offline. Vielmehr suchen sie verschiedene Zugangswege zu ihrem Shop: im Internet, über das Smartphone – oder eben über das stationäre Geschäft in der Innenstadt.
Neben – oder für manche auch nach – Multichannel kommt nun also No-Line-Commerce. Die Kunden differenzieren kaum noch zwischen der Facebook-Fanpage eines Unternehmens, dem Online-Shop oder dem Laden in der Stadt. Sie suchen sich den für sie bequemsten Weg zum Händler, ob nun zu Fuß, mit dem Smartphone oder über den PC.
Online-und offline werden zu no-line, das heißt die Welten verschmelzen miteinander. Durch die starke mobile Internetnutzung verlagern sich die Online-Käufe von den heimischen PCs auf die Straße und die Verkaufs-Kanäle werden so vernetzt, dass der Kunde sie gar nicht als getrennt wahrnehmen kann.
Als neuer Tablet-Besitzer und Viel- in- der-U-Bahn-Mobil-Surfer kann ich diesen Trend nur bestätigen und bin gespannt wie er sich entwickelt, wie die Händler darauf reagieren und was sie sich einfallen lassen um die Kunden “aus der Bahn abzuholen“. ;-)
veröffentlicht am 8. Juli 2011 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Beim Thema Online-Shop zögern noch manche B2C-Unternehmen, wenn sie bisher (noch) sehr erfolgreich mit ihrem stationären Handel sind. Zu groß ist die Sorge um Umsatzeinbußen und Abwanderung der Kunden in die Online-Welt. Was meist eine irrige Annahme ist, denn wer online kaufen will, kauft online – nur dann eben bei anderen. Warum also nur auf die “reale Welt” setzen, wenn sich diese mit der “virtuellen” und somit mit dem Online-Shoppen verbinden lässt – und letztlich mehr Umsatz einbringen kann?!
Die Gruppe Nymphenburg Consult AG hat auf dem Neuromarketing Kongress 2011 erstaunliche Erkenntnisse zum Thema Multichannel und Shopping 2020 präsentiert. Der Sinn und den Erfolge des Multichannels wollen wir nun an einem Beispiel verdeutlichen und durch ein paar Fakten der Consulting Gruppe unterstreichen.
Ein beeindruckendes Beispiel für eine erfolgreiche Multichannel-Ausrichtung stellt H&M dar. Das schwedische Textilhandelsunternehmen hat bereits vor einigen Jahren das Online-Potenzial für sich erkannt und ist nun dabei, es sukzessiv auszuschöpfen. Seit Einführung des Online-Shops und der Multichannel-Strategie 2005 konnte H&M seinen Profit um 102 % steigern.
Klingt beeindruckend und wenn man bedenkt, dass laut der Studie von Gruppe Nymphenburg und Ebeltoft, 88% der Internetnutzer online einkaufen, (Basis: 46,1 Mio deutsche Internetnutzer) verwundert es schon nicht mehr ganz so sehr, dass das Konzept von H&M mit einer so großen Profitsteigerung aufgeht.
Wie ist H&M dieser enorme Erfolg gelungen?
Kreativität, schickes Design, Nutzerführung und vor allem die medien-übergreifende Ansprache der Kunden per:
App für iPhone und iPad
Print-Katalog
Newsletter
Rückgabe und Abholung von Online-Bestellungen im Store
Facebook Deals (Mobile Commerce)
Klassische Werbung
Couponing (Gutscheine)
Online-Shop
YouTube-Kampagnen
Facebook-Fanpage
Twitter
InGame-Advertising
waren stark am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Online-Shops oder weitere online-bezogene Aktivitäten müssen nicht bedeuten, dass der stationäre Handel Umsätze einzubüßen hat und die meisten nur noch im Internet bestellen, trotz der genannten 88% Internetkäufer. Mit der richtigen Strategie und Ausrichtung der Aktivitäten auf die Zielgruppe lässt sich beides miteinander sinnvoll verknüpfen.
Es geht dann nicht so sehr darum, ob online oder offline, sondern darum, dass bei uns gekauft wird.
Location Based Services & Couponing
Solche enorm gut laufenden Social Communities wie Facebook können für den stationären Handel genutzt werden, in dem man sich zum Beispiel an die mobilen Facebook und Internetnutzer wendet und diesen besondere Rabatte anbietet, wenn sie sich bspw. im Geschäft “einchecken”, über Facebook Places und andere Location-based-Services wie Foursquare.
Eine weitere Möglichkeit bietet das Couponing. 60% derTop-E-Commerce-Unternehmen setzen bereits auf solch eine Werbemöglichkeit mit Gutscheinen. Diese können über große Couponing-Anbieter wie Groupon den Kunden bereitgestellt werden oder einfacher: auf der eigenen Webseite. Hier kann ebenso ein Gutschein zum Ausdrucken angeboten werden, bspw. zeitlich begrenzt oder nur mit Angabe der E-Mail-Adresse, den die Kunden dann im Handel einlösen können. Es sollten aber eher kleinere Rabatte sein, um nicht zu sehr einfach nur Schnäppchenjäger zu bedienen, sondern neue Kunden zu gewinnen.
Das sind jetzt nur zwei kleine Beispiele, wie sich die Offline- und Online-Welt verknüpfen lassen. Es gibt noch viele weitere und es werden mit Sicherheit immer neue Möglichkeiten kommen. Es bleibt also spannend, bleiben auch Sie dran und machen Sie mit! :-)
veröffentlicht am 5. Januar 2011 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Immer wieder tauchen Fragen zu den Zahlen der aktuellen Internetnutzung, Social-Network-Nutzung, Suchmaschinenverteilung und und und auf. Im Internet gibt es dazu hunderte von Studien und Auswertungen. Wir haben für Sie ein paar interessante Zahlen für Deutschland herausgesucht.
Die Reichweite des Internets ist enorm und fast vergleichbar mit dem Fernsehen. Die obigen Zahlen spiegeln nur die regelmäßige Nutzung wider, gelegentliche Nutzung kommt noch deutlich häufiger vor. Für viele Internetnutzer ist es zur Gewohnheit geworden, fast täglich zu surfen, im Internet zu recherchieren oder sich mit Freunden auszutauschen und das wird in Zukunft noch mehr zunehmen. Gerade durch die Möglichkeit der mobilen Internetnutzung.
71% der B2B-Entscheider nutzen zur Informationsbeschaffung Hersteller-Websites
57% haben dabei einen konkreten Bedarf an Investitionsgütern
52% haben dabei einen konkreten Bedarf an Material- und Verbrauchsgütern
Das bedeutet, als Hersteller ist es inzwischen unerlässlich mit einer Webpräsenz im Internet vertreten zu sein. Zudem sollte diese informativ und hilfreich sein, da schließlich bereits mehr als die Hälfte der B2B-Entscheider bei einem Besuch konkreten Bedarf an Gütern haben und somit zum Kaufen bereit sind.
Der e-Commerce-Umsatz liegt bei 17,67 Mrd. Euro in Deutschland.
Der durchschnittliche Warenkorb-Wert liegt bei 506 Euro.
Die Einkaufshäufigkeit liegt bei 9,4 Kaufvorgängen pro Jahr.
Pro Einkauf wird also bereits eine Menge Geld ausgegeben, aber die Anzahl der Kaufvorgänge erscheint noch recht niedrig. Die Beweggründe der Internetnutzer online zu kaufen sind im meist günstigeren Preis und in der Bequemlichkeit zu finden. Das Unternehmen Forrester Research hat bis 2014 einen e-Commerce-Umsatz von 44 Mrd. Euro prognostiziert.
Größter Nutzeranteil in Facebook sind die 18- bis 34-Jährigen (rund 8 Mio.)
Im März 2010 waren es noch rund 7,6 Mio. Nutzer. Dieses enorme Wachstum scheint derzeit kein Ende zu nehmen. In den USA hat Facebook Google bereits den Rang der meist besuchten Webseite abgenommen.
Wir hoffen, die von uns zusammengetragenen Zahlen helfen dabei, Social Media nicht nur durch das Bauchgefühl einschätzen zu können (oder auch nicht), sondern sich auf Fakten stützen zu können.
veröffentlicht am 19. November 2010 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Das E-Commerce-Center Handel, am Institut für Handelsforschung, hat den Erfolg von Handelsunternehmen mit Internetaktivitäten und Social-Media-Anwendungen untersucht. Insgesamt 1.942, überwiegend kleine und mittelständische Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen, sowie Handelsvermittlungen, nahmen an der Umfrage teil.
Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass eine sehr gute Präsenz der Unternehmen im Internet besteht. Über 84 Prozent sind mit einer Unternehmens-Webseite online. Und auch Social Media spielt eine große Rolle. In diesem Bereich sind es 21 Prozent, die tätig sind.
Es ist nichts Neues, dass eine Internetpräsenz heutzutage zum Standard gehört und Social Media ein großes Thema ist. Jedoch sind die Ergebnisse der Studie in Hinblick auf die Zielsetzung der Unternehmen und ihren Erfolg viel interessanter. Hier zwei Folien mit Ergebnissen zu “Ziele und Zielerreichung bei der Internetnutzung” und “Ziele und Zielerreichung von Social-Media-Aktivitäten“:
Die wichtigsten Ziele, die Unternehmen mit Social-Media-Aktivitäten verfolgen, sind:
Imageverbesserung
Erhöhung der Kundenbindung
Interaktion mit den Kunden
Neukundengewinnung
Die Ergebnisse in den beiden Screenshots verdeutlichen, dass die Ziele noch längst nicht erreicht sind. Jedoch ist die Bereitschaft der Unternehmen, im Bereich Social Media aktiv zu sein, da. Mit Sicherheit kann man sagen, dass Social Media zum festen Bestandteil des Kommunikations-Mixes der Unternehmen werden wird. Jedoch müssen die Unternehmen noch stark an ihrem Vorgehen zur Zielerreichung arbeiten.
Für Erfolg gibt es keine Garantie. Doch eine gut durchdachte Strategie – auch beim Einstieg in Social Media – ist Schlüsselfaktor für den Erfolg und wird mehr zur Zielerreichung beitragen, als sich nur mal schnell bei Facebook anzumelden. Auf dieser Basis können dann gute Ideen, die innovativ ausgearbeitet sind, den Erfolg bringen und die Erreichung der Unternehmensziele vorantreiben.
veröffentlicht am 19. August 2010 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Unic, ein Internetdienstleister aus der Schweiz, der internetbasierte Lösungen für E-Business undEnterprise Content Managemententwickelt, hat in folgender Präsentation übersichtlich Fakten zum E-Commerce zusammengestellt und Trends für 2010 abgeleitet:
Die Präsentation zeigt sehr schön die Entwicklung vom
Electronic Commerce
Social Commerce
Live Shopping
Clubshopping
Mass Customization
Crowd Sourcing
Empfehlungen
bis hin zu Shop Blogs
Vor allem stellt Unic hier sehr gut das Konzept der jeweiligen Shoppingform vor, stellt den Nutzen klar heraus, zeigt Beispiele und gibt Ansätze für das eigene E-Commerce. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Handelsverband Deutschland prognostizieren für 2010 eine Wachstum des Onlinehandels um 10 %.
Also den Trend nicht verschlafen und auf den Zug mit aufspringen.