Beiträge die mit ‘B2B’ ausgezeichnet wurden

Social Media B2B: Positionierung macht müde Marken munter

Nina King veröffentlicht am 9. März 2011 von
Team-Autor: Nina King Xing

Es gibt Vorträge, in denen sprechen die vorgestellten Analysen und Fakten direkt mit meinem Marketingherz. Das ist, wenn sich alles Wissen und Erfahrung aus der Praxis in Zahlen niederschlägt…

Gestern hielt Thomas Völklein im Rahmen der Social Media Night im Mercedes-Benz Museum so einen Vortrag. Thema: „Social Media im Industrieumfeld“, basierend auf einer aktuellen Studie des IFOM Instituts. Dabei ging es insbesondere um die Wettbewerbs- und Effizienzvorteile, die sich durch eine starke Marke im Internet ergeben.

Einige (be-)merkenswerte Hauptaussagen als Zusammenfassung:

1. Vor Social Media Marketing sollte die Marken-
positionierung stehen

Brennpunkt Markenbildung: Viele B2B-Unternehmen sind komplett austauschbar! Frei nach dem Motto: Man entferne das Logo des Konkurrenten und platziere das eigene – fertig ist die Markenkampagne. Hier müssen die Unternehmen Zeit in die Markenpositionierung investieren und eine Unterscheidung zur Konkurrenz herausarbeiten. Aktuelles, positives Beispiel aus dem B2B-Bereich bzg. Markenpositionierung: Meyer & Meyer Logistik www.meyermeyer.de (Quelle: red pepper)

2. Die (soziale) Interaktivität eines Unternehmens stärkt die Marke

In der Studie wurde ein direkter Zusammenhang zwischen dem Grad der Interaktivität einer B2B-Marke und deren Markenstärke gefunden. Klafften Interaktivitätsgrad und Markenstärke (entsprechend dem Millward Brown Markenranking) auseinander war das ein deutlicher Indikator für den schwindenden Erfolg der Marke (abnehmende Umsätze).

3. Starke Marken erhalten im Web den (Vertrauens-)Zuschlag

Die Qualität vieler Produkte kann im Web nicht ausreichend dargestellt werden. Als B2C-Beispiel wurde eine Suche von Sandeimern bei Amazon angeführt. Schaut man sich das Ergebnis an, kann kein Unterschied zwischen „Sandeimer für 4 Euro“ und „Sandeimer für 10 EUR“ erkannt werden – wir wissen also, wie die Kaufentscheidung ausfällt. Nur Markenprodukte können hier überzeugen – und werden bestenfalls bereits in den Suchprozess des Kunden einbezogen (sprich: In den Suchschlitz wird „Sandeimer Wader“ eingegeben).

4. Für starke Marken gilt: Aus Pull wird Push

Rühmen wir uns im Social Media Marketing mit dem Fakt, dass Marketing nach dem Pull-Prinzip betrieben wird, gilt für starke B2B-Marken zusätzlich: Dem Erfolg im Social Web folgt eine natürlich Reichweitensteigerung (gemessen an der Anzahl der Backlinks). Auf Pull folgt sozusagen Push – und zwar nicht durch gekaufte Backlinks, die laut Völklein zum Markenaufbau gänzlich ungeeignet sind. Eine echte Chance übrigens insbesondere für kleine Unternehmen, die schneller agieren und daher den Social Media Mix besser abdecken können.

Vielen Dank an den Social Media Club Stuttgart für den interessanten Abend – ich werde das nächste Mal wieder dabei sein! Ein Link zu den Präsentationen folgt, sobald sie online sind.

Nachtrag: Der Vortrag kann jetzt unter http://www.slidepresenter.com/presentation/605 abgerufen werden.

Surfen-Googlen-Facebooken: Zahlen für Deutschland

Stephanie Traub veröffentlicht am 5. Januar 2011 von
Team-Autor: Stephanie Traub Xing

Immer wieder tauchen Fragen zu den Zahlen der aktuellen Internetnutzung, Social-Network-Nutzung, Suchmaschinenverteilung und und und auf. Im Internet gibt es dazu hunderte von Studien und Auswertungen. Wir haben für Sie ein paar interessante Zahlen für Deutschland herausgesucht.

Internetnutzung und Web 2.0:
(regelmäßige Nutzung, mind. wöchentlich)

  • 49 Mio. Internetnutzer
  • 76% sind täglich online
  • 34% private Netzwerke und Communities
  • 31% Wikipedia
  • 30% Videoportale
  • 2% Weblogs

Die Reichweite des Internets ist enorm und fast vergleichbar mit dem Fernsehen. Die obigen Zahlen spiegeln nur die regelmäßige Nutzung wider, gelegentliche Nutzung kommt noch deutlich häufiger vor. Für viele Internetnutzer ist es zur Gewohnheit geworden, fast täglich zu surfen, im Internet zu recherchieren oder sich mit Freunden auszutauschen und das wird in Zukunft noch mehr zunehmen. Gerade durch die Möglichkeit der mobilen Internetnutzung.

Mobile Internetnutzung:

  • von den 49 Mio. Internetnutzern surfen bereits 13% mobil
  • 7% nutzen mobiles Internet über Smartphone (davon 4 % iPhone)

Suchmachinenverteilung:
(Stand März 2010)

  • Google: 89,4 %
  • Yahoo: 2,6 %
  • Bing: 2,4 %
  • T-Online: 2,1 %
  • Sonstige: unter 1 %

B2B:

  • 71% der B2B-Entscheider nutzen zur Informationsbeschaffung Hersteller-Websites
  • 57% haben dabei einen konkreten Bedarf an Investitionsgütern
  • 52% haben dabei einen konkreten Bedarf an Material- und Verbrauchsgütern

Das bedeutet, als Hersteller ist es inzwischen unerlässlich mit einer Webpräsenz im Internet vertreten zu sein. Zudem sollte diese informativ und hilfreich sein, da schließlich bereits mehr als die Hälfte der B2B-Entscheider bei einem Besuch konkreten Bedarf an Gütern haben und somit zum Kaufen bereit sind.

E-Commerce:
(GfK 2009)

  • Der e-Commerce-Umsatz liegt bei 17,67 Mrd. Euro in Deutschland.
  • Der durchschnittliche Warenkorb-Wert liegt bei 506 Euro.
  • Die Einkaufshäufigkeit liegt bei 9,4 Kaufvorgängen pro Jahr.

Pro Einkauf wird also bereits eine Menge Geld ausgegeben, aber die Anzahl der Kaufvorgänge erscheint noch recht niedrig. Die Beweggründe der Internetnutzer online zu kaufen sind im meist günstigeren Preis und in der Bequemlichkeit zu finden. Das Unternehmen Forrester Research hat bis 2014 einen e-Commerce-Umsatz von 44 Mrd. Euro prognostiziert.

Facebook:

  • Facebook: 14 Mio. aktive Nutzer
  • Davon 52% männlich, 7,28 Mio. Männer
  • Größter Nutzeranteil in Facebook sind die 18- bis 34-Jährigen (rund 8 Mio.)

Im März 2010 waren es noch rund 7,6 Mio. Nutzer. Dieses enorme Wachstum scheint derzeit kein Ende zu nehmen. In den USA hat Facebook Google bereits den Rang der meist besuchten Webseite abgenommen.

Twitter:

  • ca. 202.000 deutschsprachige Accounts (D, AT, CH) – Stand Februar 2010
  • 1% der Internetnutzer nutzen Twitter regelmäßig, mindestens wöchentlich (ARD-/ZDF-Online-Studie)

Twitter ist also immer noch eher ein Nischen-Phänomen geblieben, das zunehmend Konkurrenz durch Facebook erfährt.

Wir hoffen, die von uns zusammengetragenen Zahlen helfen dabei, Social Media nicht nur durch das Bauchgefühl einschätzen zu können (oder auch nicht), sondern sich auf Fakten stützen zu können.

Der Button-Faktor

Nina King veröffentlicht am 27. August 2009 von
Team-Autor: Nina King Xing

Meine kleine 4jährige Nichte Lena macht es vor: Wo immer sich ein Button auf erklimmbarer Höhe befindet wird er auch gedrückt. Licht an, Licht aus. Radio an, Radio aus. Was für ein Spaß!

© Volha Khakhlova - Fotolia.com

Vergleichen wir das mit unserem Verhalten im Internet sieht das ähnlich aus – wenn es eine Interaktionsmöglichkeit in Form eines Start- Kontakt-, oder Infobuttons gibt, nutzen wir diese auch. Ein Button an sich ist schon als Call-to-Action zu werten. Er führt dem Besucher nicht nur konsequent vor Augen, was möglich ist, sondern gibt einen konkreten Anreiz: Schreite in Aktion! Und befriedigt ganz nebenbei unseren natürlichen Spieltrieb.

Die Schande ist nur: Viele Webseiten, die ich mir ansehe (und das gerade im B2B-Bereich) besitzen keinen Button. Da werden zeilenweise Details und Vorteile des Produkts genannt und man fragt sich als Besucher schließlich: “Und was jetzt?”. Oftmals bleiben am Ende nur die Kontaktdetails aus dem Impressum mit direktem Draht zur Empfangspforte. Kundenservice ist etwas Anders! Und in Online-Shops fehlt der “Jetzt kaufen”-Button doch auch nicht!

Besonders schön hat das z.B. der Portalfräsmaschinenhersteller F. Zimmermann auf Produktdetail-Level gelöst. Ein Button “Ansprechpartner”, ein Button “Prospektdownload” zu jedem Produkt. Endlich wissen wir Webseitenbesucher wieder, was zu tun ist!