Der Krieg der Publishing Systeme…

veröffentlicht am 9. Januar 2008 von Glenn Kusardi

Adobe hat mit Ihrem Adobe InDesign Server bisher alles richtig gemacht. Sie waren zum richtigen Zeitpunkt am Markt und haben anderen Softwareherstellern die Anbindung des InDesign Servers möglichst einfach gemacht. Quark hat diesen Trend weitestgehend verschlafen und veröffentlichte erst später einen konkurrenzfähigen QuarkXPress Server.

Nun scheint aber Quark aufzuholen und verlorene Marktanteile gut machen zu wollen. Kürzlich erst gaben Quark und Alfresco eine engere Zusammenarbeit bekannt. Alfresco ist Hersteller einer auf Java basierenden Open Source Enterprise Content Management Lösung.

Damit positioniert sich Quark beim Thema Database Publishing erstmals anders als Adobe. Während Adobe sich auf die Bereitstellung der technischen Plattform zur serverbasierten Generierung von InDesign-Dokumenten beschränkt, so versucht Quark über die quelloffene Software Alfresco auch direkt den Endkundenmarkt zu bedienen.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass diese Tatsache kommerzielle Softwarehersteller abschrecken könnte, QuarkXPress Server anzubinden. Damit wäre die Auswahl an verschiedenen Softwarelösungen doch sehr eingeschränkt.

Letztendlich wird der Markt entscheiden ob diese Kombination ein Erfolg wird. Für Quark ist diese Strategie ein riskantes Spiel, schließlich hängt der Erfolg vom QuarkXPress-Client auch vom Erfolg der entsprechenden Serversoftware ab.


Über den Autor

Glenn Kusardi
Team-Autor: Glenn Kusardi Xing

Glenn Kusardi ist einer der geschäftsführenden Gesellschafter bei MOSAIQ MEDIA und verantwortet den Bereich „IT-Beratung und Konzeption“. Damit unterstützt er die Kunden dabei, ihre Ziele und Anforderungen zu verstehen und zu konzipieren, um dann neue Software implementieren oder Prozesse gestalten zu können. Dabei gilt es bei jedem Projekt, die gewählten Methoden und Werkzeuge, sowie neue Software und Prozesse, nur als Mittel zum Zweck zu sehen, und immer die Anforderungen bzw. Ziele des Kunden in den Vordergrund zu stellen. Das kann die Umsetzung von Internetportalen, Newslettersystemen oder sozialen Communities, aber auch die Integration webbasierter Anwendungen zur Optimierung von Marketingprozessen umfassen.

Eine Antwort zu “Der Krieg der Publishing Systeme…”

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  1. Daniel Hertneck schreibt am 17. Januar 2008, 12:43

    Das ist nicht das einzige Thema, das Quark in den vergangenen Jahren verschlafen hat. Und solange sich an der immer noch sehr mangelhaften, ja ärgerlichen, Servicequalität des Unternehmens nichts ändert, werden auf Dauer auch die besten Produkte nicht helfen, Quark wieder in die Spur zu bringen!

    Als Kommunikationsagentur und langjährige Quark-Anwender haben wir es bisher jedenfalls zu keinem Zeitpunkt bereut, nunmehr komplett auf InDesign umgestiegen zu sein.

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