Spracheinstellung der Besucher – Interpretation der Google Analytics-Daten
veröffentlicht am 26. Mai 2008 von Nina KingDie Entscheidung für oder gegen eine neue Sprachversion der Webseite ist mit hohen Kosten für Übersetzungen verbunden und sollte daher wohl überlegt werden. Der Bericht “Sprache” in Google Analytics kann hier nützliche Informationen liefern. Hier tauchen dann Angaben wie “de-de”, “nl”, “it”, aber auch unverständlichere wie “cs”, “el” oder “pt-br” auf… offensichtlich eine Wissenschaft für sich?
Wie wird die Sprache eines Besuchers ermittelt?
Die Sprache wird über die Einstellung des Besuchers im Browser ermittelt. So kann z.B. ein deutscher Angestellter von China aus auf die Webseite zugreifen, aber dennoch die Spracheinstellung “de-de” nutzen.
Wo finde ich die Spracheinstellung im Browser?
Im Firefox unter “Extras – Einstellungen – Erweitert – Reiter: Allgemein”. Ganz unten steht dann “Sprachen: bevorzugte Sprache für die Darstellung von Websites wählen”
Im Internet Explorer unter “Extras – Internetoptionen – Reiter: Allgemein”. Im Bereich Darstellung kann dann die Sprache geändert werden.
Wie sind die Sprachangaben in Google Analytics aufgebaut?
Die meisten Sprachen sind nur durch eine zweistellige Buchstabenkombination, dem Sprachcode, definiert. Einige zusammengesetzte Angaben (wie z.B. de-de oder zh-cn) setzen sich aus Sprachcode + Ländercode zusammen.
Beispiele:
- “pt-br” bedeutet Portugiesisch (pt) – Brasilien (br)
- “de-at” bedeutet Deutsch (de) – Österreich (at)
Wo finde ich eine Übersicht über die Sprach- und Ländercodes?
Die Sprachcodes sind nach ISO-Standard 639-1 definiert und können hier abgerufen werden. Die Ländercodes sind nach ISO-Standard 3166-1 definiert. Diese können Sie hier finden.








Die Sprache wird bei Google Analytics auch mit dokumentiert? Ich dachte bisher immer, dass nur das Land des surfers ausgewertet wird, aber nicht die eingestellte Sprache?! Was wird denn bei Google sonst noch mitgeloggt? Das würde mich jetzt schon mal interessieren…
Bernd
Prinzipiell kann alles mitgeloggt werden, was der Webbrowser grundsätzlich bei jeder Anfrage an den Server übermittelt so z. B. der Name und die Version des Browsers und des Betriebssystemes. Die Ermittlung weiterer Daten erfolg über JavaScript. Dazu gehört z. B. ob Flash oder Java unterstützt werden. Hat der Nutzer JavaScript deaktiviert können darüber keine Informationen gesammelt werden. Erstaunlicherweise fehlt gerade zu JavaScript eine Auswertung. Nicht unbedeutend da gerade im WEB 2.0 tenor (AJAX) JavaScript nicht wegzudenken ist.