17. Juni 2011 // Daniel Horvath // Daniels R(o)ad Trip

Daniels R(o)ad Trip: Ellas Welt

Irgendwie scheint es viele zu interessieren, wie es mir – also der kleinen Ella – bei unserem R(o)ad-Trip so geht. Und bevor meine Eltern euch irgend einen Quark erzählen, hab ich beschlossen, euch nun selbst zu schreiben. Wir hängen hier in Porlazzo grad eh nur rum, also hab ich reichlich Zeit… Als Digital Native muss ich mich ja früher oder später eh mit iPhone & Co. auseinandersetzen, warum also nicht jetzt?

Ihr wollt wissen, wie es mir gefällt? Stellt euch mal vor, ihr sitzt auf ca. 50 cm Höhe und fahrt mit mittlerem Tempo durch die Gegend. Links und rechts glotzt ihr aus mittlerweile verdreckt-getönten “Scheiben” (siehe Foto) und nach vorne durch ein Mückennetz oder den Regenschutz. Habt ihr euch aus dieser Höhe mal eine Landschaft angesehen? Na bitte! Ich bin ja schon froh, wenn das Gras nicht zu hoch steht und ich die Kühe oder Schafe auch sehe, wenn es von vorne ruft “Schau mal Ella. Links sind Kühe”. Ganz ehrlich – da würdest auch du schnell auf Schlafmodus umstellen.

Die Sicht nach vor ist noch “spannender”. Papa trägt entweder ein hellblaues oder ein orangefarbenes Trikot. Auf letzterem steht noch nicht mal was drauf! Und auf dem blauen vom Dolce Vita kann ich echt keinen Schreibfehler finden. Glaubt mir – ich hab stundenlang darauf gestarrt und gesucht. Da ist kein Fehler! Ihr würdet bestimmt auch am Rad drehen, wenn ihr auf das ewig gleiche Bild schauen müsstet.

Witzig und spannend wird es nur, wenn es den Berg hoch geht. Da wird das Trikot an manchen Stellen dunkler. Und wenn es wieder runter geht gibt’s weiße Salzränder. Mein Papa muss glaub ganz schön schuften da vorne. Aber selber Schuld! Mich hat nie jemand gefragt, ob ich selber radeln möchte. Das haben sie nun davon. Nun sitz ich halt hier in meinem römischen Streitwagen und lass mich durch die Gegend kutschieren.

Zum Glück machen wir auch ab und zu Pausen und ich kann mir die Füße vertreten. Sonst wäre ich schon lange in den Sitz- und Hungerstreik getreten. Ist unterm Strich echt ‘ne bequeme Art, rumzukommen – kann ich nur empfehlen.

Am späten Nachmittag quengel ich dann immer rum, wenn ich merke, dass den beiden langsam die Puste ausgeht. Da heißt es dann immer “Ella, ein Stück müssen wir noch fahren”. Schon klar! Ich will ja nur ihre letzten Kraftreserven herauskitzeln… und einen Keks essen.

Auf den Zeltplätzen finde ich es Spitze. Ein wenig in der Gegend rumgewackelt, nett gegrinst und schon hab ich alle Nachbarn im Sack. Und meist auch gleich was zu essen abgestaubt. Die Großen sind echt simpel gestrickt.

Später am Abend freu ich mich dann immer auf unser Partyzelt. Eigentlich soll ich ja brav schlafen, aber irgendwo muss ja auch meine Energie hintun. Also bringe ich unsere Hütte zum Wackeln und dreh nochmal voll auf. Dann sind Mama und Papa echt stinkig, weil sie eigentlich keinen Bock mehr auf Action haben. Who cares?

Insgesamt eine ziemlich coole Sache, die wir drei hier gerade machen. Wir haben so viel Zeit miteinander, sind nur an der frischen Luft und erleben echt viel – allererste Sahne!

Macht euch also keine Sorgen Leute – mir geht es bestens.

Ciao. Eure Ella

Daniel Horvath
Senior Account Manager
Immer im Einsatz und unterwegs - diesmal nicht nur im Namen unserer Kunden, sondern auch privat. Mit dem Radl, Frau und Nachwuchs geht es Richtung Italien, gebtrieben von der Liebe zum Sport und zur Natur. Wir begleiten die kleine Familie in unserem Blog in den Süden und sind gespannt, welche Abenteuer ihnen auf dem Weg in das Land der Spaghetti und Calzone begegnen.

4 Kommentare

  1. Tom und Robin am

    Hallo Ella,
    na du lässt es dir ja gut gehen und hast echt ´ne coole Masche drauf!
    Jetzt sind es ja nur noch “wenige” Kilometer und ihr seid am Ziel. Das schaffst du in deinem römischen Streitwagen jetzt auch noch.
    Wir freuen uns schon dich wiederzusehen und in zwei Wochen machen wir dann so richtig Party mit dir!
    Liebe Grüße und noch viel Spaß
    von deinen Cousins und den anderen beiden Gültsteinern

  2. Günter Horvath am

    Hallo Ella,
    wenn ich Deinen Reisebericht lese, werde ich ganz neidisch und bedauere, dass ich hier am Schreibtisch sitze und arbeite. Ich glaube, wir sollten tauschen.
    Schau` nur, dass Du Deine Eltern bei Laune hältst. Du brauchst die unbedingt als “Zugpferde”.
    Nicht, dass die sich´s mal anders überlegen und Du radeln mußt.
    Wir sind schon gespannt auf Euren nächsten Reisebericht. Viel Spaß auf der Weiterfahrt
    über Mailand und Pisa in die Toskana … und bei der rauschenden Hochzeit.
    Was Du so alles erlebst, irre!
    Liebe Grüße, auch an Deine “Zugpferde”, von Oma und Opa aus dem windig-verregneten Herrenberg

  3. Mensch, Ella! Du bist die jüngste Bloggerin, die ich kenne – und das will was heißen. Ich hoffe, du hast noch keine festen Pläne nach deiner Schulzeit (wenn du die überhaupt brauchst, wenn du schon so fit in Sachen Rechtschreibung bist), denn ich brauche dich hier im Social-Media-Team! :-)

    Aber das mit der Schleichwerbung für italienische Cafés geht dann nicht mehr, gell? Immer sauber bleiben! Authentizität und so. Schweres Wort, aber Echtheit klingt in dem Zusammenhang auch irgendwie doof.

    Ach ja, und lass den Papa sich an den letzten Tagen auch mal ein bisschen erholen. Wir brauchen den hier sofort wieder voll einsatzbereit. :-)

  4. Sebastian am

    Ella ist super!

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