Die PROKOM 2008 ist letzte Woche zu Ende gegangen und einem Rückblick steht nichts mehr im Wege. Alles im allem war die PROKOM “business as usual”. Sie ist zwar deutlich größer geworden, insbesondere bei der Anzahl der Aussteller und der Ausstellungsfläche, gleichzeitig stagnierte aber der Umfang und die Qualität der Vorträge. Außerdem steigerte die höhere Anzahl der Aussteller nicht gleichzeitig die Nachfrage der Besucher.
So konnte man das Gefühl bekommen, dass mehr Aussteller und Mitarbeiter auf dem Kongress waren, als tatsächliche Kongressteilnehmer. Vorträge mussten stellenweise, aufgrund fehlender Gäste verschoben werden. Letztendlich konnte man sich aber zu allen angekündigten Themen informieren.
Die Vortragsthemen behandelten, wie auch schon 2007, die Bereiche Produktdatenmanagement in Verbindung mit der Verwaltung von Übersetzungen und anderen angeschlossenen Anwendungen und Publikationen. Im Mittelpunkt stand oft auch die höhere Internationalisierung in den Unternehmen und die damit verbundenen Probleme. Verschiedene Lösungsansätze wurden beleuchtet, mit deren Hilfe das Produktmanagement verbessert werden kann, z. B. durch die Integration von Translation Memory Systemen und den Einsatz von Terminologiedatenbanken.
Die PROKOM ist weiterhin im Bereich der Produktkommunikation ein sehr wichtiger Veranstaltungstermin im Kalender. In den nächsten Jahren sollte aber mehr auf das Gleichgewicht zwischen Ausstellern und Teilnehmern geachtet werden.
veröffentlicht am 10. April 2008 von
Team-Autor:
Nina King
Am 15. und 16. April 2008 dreht sich auf dem Fachkongress PROKOM in Stuttgart wieder alles um die Entwicklungen und Neuheiten im Bereich IT-gestützte Produktkommunikation. MOSAIQ-MEDIA präsentiert sich auf dem Fachkongress gemeinsam mit dem Partnerunternehmen ContentServ.
Wo Sie uns finden:
Stand D3+D5 (ContentServ)
Beratungstermin und Freikarten
Terminvereinbarungen mit MOSAIQ-MEDIA sowie Freikarten erhalten Sie telefonisch bei Sebastian Bosch unter 0711/8394848-30.
Weitere Infos finden Sie hier.
Weil es so aktuell ist, eine kleine Zwischenmeldung: Das europäische Patentamt hat das “Web-to-Print-Patent” als ungültig erklärt.
Mehr Informationen dazu im Heise Newsticker.
Es war einmal ein Patent das vom US-Unternehmen VistaPrint beim europäischen Patentamt eingereicht und auch bewilligt wurde. Das Patent beschreibt die Herstellung druckfertiger Daten mittels einer Client-/Servertechnologie. Dabei werden auf dem Client nur niedrigauflösende Grobdaten verarbeitet, Parameter an den Server geschickt und serverseitig zu hochauflösenden Druckdaten aufbereitet. In die Schlagzeilen geriet VistaPrint und das Patent dadurch, dass das Unternehmen Mitbewerber aufforderte das im Patent beschriebene Verfahren nicht mehr zu nutzen.
Wie der Fachdienst beyond print und Heise berichteten, prüft das europäische Patentamt nun den Widerruf des Patents. Drei Unternehmen reichten Widerspruch ein, das Schutzrecht soll nun im April in einem Anhörungsverfahren geprüft werden.
Damit verbunden könnten auch vergleichbare Patente widerrufen werden. VistaPrint hält noch ein weiteres Patent das ein Verfahren beschreibt das unter anderem bei Web-to-Print genutzt wird.
Adobe hat mit Ihrem Adobe InDesign Server bisher alles richtig gemacht. Sie waren zum richtigen Zeitpunkt am Markt und haben anderen Softwareherstellern die Anbindung des InDesign Servers möglichst einfach gemacht. Quark hat diesen Trend weitestgehend verschlafen und veröffentlichte erst später einen konkurrenzfähigen QuarkXPress Server.
Nun scheint aber Quark aufzuholen und verlorene Marktanteile gut machen zu wollen. Kürzlich erst gaben Quark und Alfresco eine engere Zusammenarbeit bekannt. Alfresco ist Hersteller einer auf Java basierenden Open Source Enterprise Content Management Lösung.
Damit positioniert sich Quark beim Thema Database Publishing erstmals anders als Adobe. Während Adobe sich auf die Bereitstellung der technischen Plattform zur serverbasierten Generierung von InDesign-Dokumenten beschränkt, so versucht Quark über die quelloffene Software Alfresco auch direkt den Endkundenmarkt zu bedienen.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass diese Tatsache kommerzielle Softwarehersteller abschrecken könnte, QuarkXPress Server anzubinden. Damit wäre die Auswahl an verschiedenen Softwarelösungen doch sehr eingeschränkt.
Letztendlich wird der Markt entscheiden ob diese Kombination ein Erfolg wird. Für Quark ist diese Strategie ein riskantes Spiel, schließlich hängt der Erfolg vom QuarkXPress-Client auch vom Erfolg der entsprechenden Serversoftware ab.