veröffentlicht am 10. Oktober 2011 von
Team-Autor:
Tobias Mattl
Aus 1 mach 12 – wie hoch ist Ihr ROI?
Bei den drei Buchstaben R, O und I schlägt das Herz eines jeden Controllers etwas schneller. Die Buchstaben stehen für Return on Investment (ROI) und geben das Verhältnis der Kosten zu dem aus Conversions wie Umsätzen oder Anfragen erzielten Gewinn wieder. Um den Erfolg einer Werbekampagne zu überprüfen, sollte stets der ROI überprüft werden. Google hat aufgrund seiner 10-jährigen Aktivität auf dem deutschen Markt eine Studie veröffentlicht, die den durchschnittlichen ROI von Werbung über Google untersucht hat. Nicht nur Google AdWords wurde hier unter die Lupe genommen, auch andere Google-Produkte wurden auf ihre Effizienz untersucht.
Angefangen hat Google als Suchmaschine und wollte den Leuten dabei helfen, in den Unmengen an Daten im Internet die Suche zu erleichtern. Heute ist Google nicht nur die meistgenutzte Suchmaschine der Welt, sondern bietet eine Vielzahl von weiteren Diensten an:
Wie man sieht, nutzen wir alle diverse Dienste von Google, ob uns das bewusst ist oder nicht.
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens in Deutschland hat Google einige interessante Fakten veröffentlicht, wie Google den Unternehmen in Deutschland unter die Arme greift.
Basierend auf einer Studie mit mehr als 11.000 Unternehmen kommen im Durchschnitt regelmäßig vier Google-Produkte in der Kommunikation oder Organisation, als Recherche- und Marketingtool zum Einsatz.
Im Zuge dieser Studie, für die Google extra eine eigene Seite aufgesetzt hat, ist es erstmals gelungen, den Umsatzeffekt von Werbung über Google zu belegen: Demnach steigt der Umsatz mit jedem in das Marketing investierten Euro um 12 Euro! Acht Euro entfallen dabei auf den Online-Handel und vier Euro werden zusätzlich über klassische Vertriebskanäle umgesetzt.
Aber nicht nur in Sachen Werbung profitieren die Unternehmen von Google. Neben den höheren Umsätzen sparen die Unternehmen Kosten durch die Nutzung diverser Google-Produkte. So sparen Unternehmen durch die schnelle Suche über die Google-Suchmaschine pro Mitarbeiter und Tag im Durchschnitt 6,84 Euro. Bei einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern wären das gut 15.000 Euro im Monat.
Wer sich die Studie als kleines Video ansehen will, kann dies hier machen:
Zusammenfassend kann man sagen, Google lohnt sich! Vielleicht nicht mit diesem Erfolg, wie das Google vermarktet, aber mit Hilfe von strategischem Einsatz der Google-Produkte können Geschäfte ausgebaut, Kunden gewonnen oder interne Prozesse optimiert werden. Die Wirkung ist dabei nicht nur online, sondern auch offline.
veröffentlicht am 23. August 2011 von
Team-Autor:
Henning Schürig
Kaum ein Besuch auf einer Website wird nicht getrackt. Website-Betreiber wollen wissen, woher die Besucher kommen, welche Seiten sie sich ansehen und wo sie am Ende wieder aussteigen. Ganz besonders interessant ist das bei Online-Shops, da man so erkennen kann, an welcher Stelle im Bestellprozess die Fast-Käufer wieder aussteigen. Dies ermöglicht eine gezielte Optimierung an dieser Stelle, macht den Usern das Leben leichter und bringt dem Shop-Betreiber mehr Umsatz.
Für das Tracking kommen verschiedenste Tools zum Einsatz. Ein besonders beliebtes ist Google Analytics, das von Google kostenlos bereitgestellt wird und trotzdem sehr hochwertige Analysen ermöglicht.
Aus Datenschutz-Sicht problematisch hierbei: Das Surfverhalten der Besucher bekommt so nicht nur der Website-Betreiber mit, sondern auch Google. Und während der Website-Betreiber sich in der Regel nicht für einzelne User interessiert (und sie in Google Analytics auch gar nicht sehen kann), sondern für aggregierte und oft auch relative Daten (z.B. 30 % derjenigen, die Produkt x in den Warenkorb legen, schließen die Bestellung auch ab), interessiert sich Google durchaus für die Vorlieben eines einzelnen Nutzers. Damit will Google die Suchergebnisse passgenau auf den einzelnen User zuschneiden. Noch dazu ist es datenschutzrechtlich problematisch, dass die Besucherdaten hierbei in die USA übertragen werden.
Aktuelle Diskussion zu Facebook-Fanpages und Like-Buttons
Und was hat das nun mit Facebook zu tun? Nun, hier passiert im Prinzip genau das gleiche: Durch die Einbindung des Like-Buttons in die eigene Website (wie auch hier im Blog) werden die Besucherdaten an Facebook – in den USA – übertragen. Facebook bekommt so jeden Aufruf einer Website mit Like-Button mit und kann diesen Besuch auf den einzelnen User bezogen speichern. Und das tun sie sogar zwei Jahre lang.
Das ULD erwartet von allen Webseitenbetreibern in Schleswig-Holstein, dass sie umgehend die Datenweitergaben über ihre Nutzenden an Facebook in den USA einstellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren. Erfolgt dies nicht bis Ende September 2011, wird das ULD weitergehende Maßnahmen ergreifen. Nach Durchlaufen des rechtlich vorgesehenen Anhörungs- und Verwaltungsverfahrens können dies bei öffentlichen Stellen Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie Bußgeldverfahren sein. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.
Soweit mein Wissen und Verständnis als Nicht-Jurist reicht, gilt das grundsätzlich für jede Website, die in Schleswig-Holstein abrufbar ist. Unabhängig davon sind ja ohnehin mit dem TMG und dem BDSG Bundesgesetze betroffen. Daher schreibt auch der Stuttgarter Rechtsanwalt Carsten Ulbricht, der sich auf Online-Recht spezialisiert hat:
Auch wenn das Unabhängige Datenschutzzentrum Schleswig Holstein zunächst nur für Schleswig Holstein zuständig ist, halte ich es für durchaus wahrscheinlich, dass sich andere Landesdatenschutzbehörden der Auffassung des ULD anschließen.
Es ist also definitiv kein spezifisch auf Schleswig-Holstein bezogenes Problem, sondern bundesweit. Die Gefahr einer Abmahnung scheint allerdings (auch laut Carsten Ulbricht) sehr gering. Dennoch könnte das ULD (oder die entsprechenden Behörden anderer Länder) hier Bußgelder bis zu 50.000 EUR verhängen. Das ULD hat jedoch weitere Maßnahmen als diese Drohung erst nach Ende September angekündigt.
Es bleibt zu hoffen, dass es in diesem Fall ebenso läuft wie bei Google und dass diese Gespräche dann zu einer Lösung führen. Bis dahin bleibt den Website-Betreibern wohl nur abwarten und hoffen oder um auf Nummer sicher zu gehen, in den sauren Apfel zu beißen und den Like-Button zu entfernen (oder umzubauen, siehe Fazit) – und die Fanpage gleich mit, denn die ist ebenso betroffen. Letzteres lässt sich übrigens 14 Tage lang rückgängig machen, es empfiehlt sich also um so mehr nicht übereilt zu handeln. Noch dazu gibt es auch Juristen, die die Rechtmäßigkeit der ULD-Aufforderung anzweifeln.
Fazit
Kein neues Problem, aber eines, das von Behörden-Seite nun sehr forsch angegangen wird. Ein Abschalten der Facebook-Fanpage wäre ein sehr gravierender Eingriff zu dem das ULD aber derzeit keine Alternative sieht. Beim Like-Button sieht das ULD eine theoretische Alternative einer datensparsamen Einbindung. Da Hoffnung auf eine Einigung mit Facebook direkt besteht, sehen wir aber zumindest bis Ende September keinen akuten Handlungsbedarf. Bis dahin wird sich die Lage dann hoffentlich etwas geklärt haben. Danach muss man die veränderte Lage betrachten und darauf aufbauend dann Entscheidungen treffen.
Unser Autor ist kein Jurist und dieser Blog-Eintrag stellt selbstverständlich keine Rechtsberatung dar. Im konkreten Einzelfall sollte ein Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Online-Recht konsultiert werden.
veröffentlicht am 19. Mai 2011 von
Team-Autor:
Stephanie Traub
Der absolute Marktführer unter den kostenlosen Webanalyse / WebAnalytics Tools ist derzeit Google Analytics. Doch im Hinblick auf Datenschutzrichtlinien und Speicherung von Daten möchten einige Webseitenbetreiber eben nicht sich des Google Tools bedienen.
Nun gibt es auch das Open Source Tool Piwik. Wir stellen hier kurz Vor- und Nachteile der jeweiligen Tools vor und stellen diese gegenüber.
Piwik – die Google Alternative
Vorteile:
Die Software ist Open Source basiert
Die erhobenen Daten werden von keiner Firma gespeichert und sind nur für den jeweiligen Nutzer einsehbar
Daten werden in der Datenbank der Webseite gespeichert
Zugriffsdaten werden in Echtzeit ausgegeben
Die Übersichtsseite ist frei konfigurierbar
Fast jede Einzelstatistik kann als Zahlentabelle oder Grafik angezeigt werden
Nutzermanagement: Verschiedenen Usern Zugriff erlauben, bspw. nur Lesefunktion
Verschlüsselung der IP Adresse möglich
Nachteile:
Keine benutzerdefinierten Zeiträume für Statistiken einstellbar
Nur Auswahl: eines bestimmten Tages, einer bestimmten Woche, Monat oder Jahr
Keine Vergleichsmöglichkeit von Zeiträumen möglich
Keine Kombinationsmöglichkeit von Statistiken möglich: bspw. Besuche und Absprungrate
Keine Verknüpfungsmöglichkeit mit Google AdWords
Kein Tracking der internen Suchfunktion
Keine benutzerdefinierte Berichterstellung
Google Analytics – der Marktführer
Vorteile:
Die Übersichtsseite ist frei konfigurierbar
Automatisierte Reporting-Funktion an mehrere Empfänger
Verknüpfung zwischen Google AdWords und Google Analytics möglich
Verschlüsselung der IP Adressen
Navigations-Verhalten der Besucher analysierbar
Kombinationsmöglichkeit von mehreren Statistiken
Analyse benutzerdefinierter Zeiträume
Tracking des internen Suchformulars
Benutzerdefinierte Berichterstellung
Unterschiedliche Exportmöglichkeiten: PDF, XML
Nachteile:
Die erhobenen Daten werden bei Google gespeichert
Datenschutzhinweise sind zwingend erforderlich auf der Webseite
Kein Echtzeit-Tracking möglich: Aktualisierung der Daten erfordert mindestens einen Tag
Keine Möglichkeit Plug-Ins mitzuentwickeln
Fazit
Stellt man die Vor- und Nachteile gegenüber, liegt Google Analytics klar vorne. Man kann jedoch sagen, dass Piwik bisher für kleine Webanalysen völlig ausreichend ist und ja kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt wird, dadurch dass es eine Open Source basierte Software ist.
Für größere Webseiten und umfangreichere Analysen lohnt sich Google Analytics mehr. Wer jedoch Angst vor der Speicherung der Daten durch Google hat oder entsprechende Datenschutzrichtlinien intern zu beachten hat, wird bisher leider nicht drumherum kommen, etwas Geld in die Hand zu nehmen.
veröffentlicht am 6. April 2009 von
Team-Autor:
Sebastian Bosch
Die Krise macht mir immer klarer: Es gibt eine Kommunikation bis 2008.
Und eine ab 2008.
Gewagte These? Wohl war. Aber was würden Sie sagen, wenn Ihnen eine Bank heute 8, 10 oder 14 % Rendite verspricht? Ich würde sagen: die sind ja noch aus dem letzten Jahr! Denn genau solche Versprechen waren bei vielen Banken und Finanzberatern noch bis vor wenigen Monaten üblich – und sind jetzt nirgends mehr zu finden.
Die Finanzkrise mit all ihren Folgen hat uns gezeigt, wie aufgeblasen, überzogen und künstlich das System in weiten Teilen war. Und die Folgen haben uns jetzt dafür sensibilisiert, nicht alles zu glauben. Oder besser: Die Folgen haben uns wesentlich skeptischer und kritischer werden lassen.
Kam in den letzten Monaten stark ins Wanken: Die Bankenbranche weltweit (hier: Skyline von Frankfurt)
Zu sehen ist das übrigens sehr gut bei den Kreissparkassen, die mit Ihrem Image von Sicherheit und Kundennähe klarer Gewinner der Veränderung sind.
Auch wenn viele Unternehmen und Werber noch nie etwas von der „Höher-Schnell-Weiter-Kommunikation“ gehalten haben, heißt es doch, dass künftig Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit eine noch viel größere Rolle spielen. Überzogene Werbeaussagen werden nach und nach zurückgehen. Dafür müssen Unternehmen in Ihrer Kommunikation mehr darauf achten, auch den Beweis für Ihre Botschaften antreten zu können.
Für mich übrigens alles Argumente, die gerade für die Online-Kommunikation sprechen. Denn wo sonst kann ein Unternehmen über Kundenbewertungen, Foren oder Blogs mehr Glaubwürdigkeit und Authentizität erreichen, als im Internet?
Weil er so schön ist, zum Schluss noch der Link zu einem aktuellen Sparkassen-Spot:
veröffentlicht am 28. Oktober 2008 von
Team-Autor:
Nina King
Google trumpft mal wieder mit einer Menge Neuigkeiten auf. Die wichtigsten habe ich Ihnen hier zusammengestellt:
Google Analytics – neue Features kommen!
Google Analytics wird um einige Funktionen erweitert, die insbesondere für den professionellen Gebrauch wichtig und nutzvoll sind. So wird es in Zukunft möglich sein mittels “Custom Reports“-Funktion eigene Reports mit mehreren Variablen zu erstellen , speichern und jederzeit abzurufen. Mehr eine Spielerei als größerer Nutzen scheint mir die Funktion “Visualisierung” zu sein – damit lassen sich Daten per Kreisdiagramm darstellen.
Zudem sollen weitere Funktionen für die Anbindung der Daten aus AdSense folgen. Für alle die bis dahin nicht erwarten können – einen Überblick über die neue Features gibt es im offiziellen Google Blog. Und bald auch in Ihrem Google Analytics Account…
Neue Webinare!
Um die Tiefen von Google AdWords und Google Analytics ergründen zu können, gibt es wieder neue Webinare mit folgenden Themenschwerpunkten:
Überblick über den AdWords Editor
Einführung in Google Analytics
Hilfe bei der Kontonavigation
Mehr Infos mit Terminen und Anmeldemöglichkeit verstecken sich hinter diesem Link.