Archiv mit Beiträgen in der Kategorie ‘Web 2.0’

Bloggen mit WordPress – entdecke die Möglichkeiten

Zusammen mit unserem Kreativ-Geschäftsführer Theodor Paxino war ich heute in Birkenfeld bei Pforzheim zu einem Termin bei Rajapack.

Bei Kaffee, Cola und Wasser ging es – fast ohne PowerPoint – um das Thema Bloggen. Da will man als modernes Unternehmen heutzutage ja dabei sein. Als es darum ging, was man als Unternehmen so bloggen kann, kam von Rajapack der Vorschlag, doch über das nette Gespräch zum Thema Bloggen zu bloggen.

Um nicht einfach nur übers Bloggen zu bloggen, um übers Bloggen zu bloggen, hier noch ein paar Stichpunkte, was man mit WordPress – dem am weitesten verbreiteten Blog-System* – so alles machen kann:

  • Freigabeprozesse für Beiträge
  • automatisches Twittern neuer Blog-Einträge
  • individuelles Design oder Auswahl aus zahlreichen Themes
  • erweiterte Suchfunktion mit Relevanz, Highlighting etc.
  • Tagging und Tag-Clouds
  • Spam-Filter für die Kommentare
  • Kommentar-Abo (mit Double Opt-In)
  • E-Mail-Abo für neue Blog-Einträge (“Newsletter-Funktion”)
  • nummerierte Paginierung der Folgeseiten

Sehr hilfreich auch für das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization) sind dabei folgende Features:

  • sprechende URLs
  • automatische Generierung von XML-Sitemaps
  • Anpingen der Suchmaschinen
  • individuelle Meta-Tags (Keywords, Description) für jeden Blog-Eintrag
  • saubere Umwandlung von deutschen Umlauten in den URLs (ue statt ü etc.)
  • umdrehen des Titels (erst Titel des Blog-Eintrags, dann Name des Blogs)

Einiges davon bringt WordPress von Haus aus schon mit. Vieles andere kann man einfach mit bereits existierenden Plugins nachrüsten. Manches davon war sicher vielen schon bekannt, aber gerade Einsteiger sind oft überrascht, was mit WordPress heute alles möglich ist.

Für kleinere Websites eignet sich WordPress auch gut als CMS (Content Management System). Im Vergleich zu TYPO3 ist es auch deutlich leichter bedienbar, stößt aber bei komplexeren Projekten an seine Grenzen.

Für Blogs ist WordPress jedoch erste Wahl. Ich kenne kein Blog-System, das so einfach installierbar, bedienbar und erweiterbar ist.

* Quelle: Laut Blogoscoop-Statistik nutzen fast 70 % der deutschen Blogger WordPress auf ihrem eigenen Webspace. Über wordpress.com, wo man sich einen Blog in Form einer Subdomain holen kann, kommen noch einmal ca. 6 % dazu (Stand: 01. März 2010).

Ist Erfolg im Social Web Stilsache?

Die Vermutung liegt nahe: Die Frage, ob ein Unternehmen heutzutage erfolgreich Online Marketing-Maßnahmen durchführen kann, liegt auch am Führungstil im Unternehmen. Hohe Hierarchieunterschiede und Kontrollinstanzen verhindern ein Engagement im Social Web, während ein kooperativer Führungsstil ein Engagement unterstützt und auch nach Außen natürlicher erscheinen lässt. „In order to join the conversation you need people representing the brand“ hat der Innovation Manager von BMW, Tony Douglas, in Bezug auf die Kommunikation über soziale Medien (Facebook, Xing, Blogs, Wikis etc.) so passend gesagt. Die Verantwortung für die Marke wird also abgegeben: An den Mitarbeiter und in letzter Instanz an den Kunden selbst.

Allerdings: Ist nicht BMW an sich nicht auch ein stark hierarchisch gegliedertes Unternehmen?

Reaktionszeiten und Kontrollinstanzen

Bei Twitter -als eines der Extrembeispiele- erwarten Nutzer eine sofortige Antwort auf ihre Anfragen. Nachrichten verbreiten sich über die Retweet-Funktion rasend schnell – dementsprechend schnell muss ein Unternehmen auch reagieren können. In Unternehmen mit allzu vielen Kontrollinstanzen kann für eine Antwort aber gut und gerne ein Tag ins Land gehen, wie das amüsante Beispiel „Wenn Unternehmen twittern“ zeigt.

Die Kommunikation beschränkt sich dann auf stark kontrollierte Inhalte, die sich durch Eindirektionalität und Eindimensionalität auszeichnet. Auch was die Nutzung von Plattformen betrifft: Die Unternehmenswebseite fungiert als zentrale Plattform für alle Veröffentlichungen. Social Media wird hier auch viel zu zeit- und kostenintensiv.

Kontrolle abgeben und profitieren

Andere Unternehmen aber haben eingesehen, dass Marken nicht mehr nur vom Unternehmen geführt werden können und engagieren Mitarbeitern, die direkt die Marke nach Außen hin repräsentieren (Twitterer, Blogschreiber, Community-Manager). Der zu zahlende Preis: Kontrolle. Man bekommt: Authentische Kommunikation im direkten Kontakt mit den Kunden, Ideen für die Service- und Produktoptimierung, persönliche Weiterempfehlungen, Vertrauen in die Marke – und das über mehrere Online-Kanäle hinweg. Die Übergabe der Verantwortung macht auch Sinn, wenn man bedenkt, dass bei einer Umfrage von 350 Führungskräften in 2009 20 Prozent nicht wussten, was sich hinter dem Begriff Web 2.0 überhaupt verbirgt (Quelle). Hier gibt es anscheinend noch Aufklärungsbedarf.

Die Stilsache

Die Frage der Kontrollabgabe bezieht sich wohl nicht unbedingt auf den Führungsstil des gesamten Unternehmens, wie viele Beispiele von Großunternehmen mit hierarchischen Strukturen zeigen – sondern wohl eher darauf, welche Freiheiten in der Kommunikation im direkten Kundenkontakt gelassen werden, an der “Quelle” sozusagen. Und das heißt nicht unbedingt laissez-fair ohne Strategie – sondern der Einsatz verantwortungsbewusster Mitarbeiter, die im Kundenumgang authentisch und im Sinne des Unternehmens agieren können.



Twitter in der Unternehmenskommunikation

Es gibt Unternehmen, die setzen es bereits seit einiger Zeit ein – andere stehen dem Microblogging skeptisch gegenüber. 140 Zeichen zur Kommunikation mit dem Kunden? Ob das reicht und welche Erfahrungen die gemacht haben, die es einsetzen, wurde gestern bei der MFG-Veranstaltung “Twitter in der Unternehmens-kommunikation” präsentiert. Zwei Berichte aus der Praxis brachten Joachim Schröder und Uwe Knaus.

Erfahrungen der ersten aktiv twitternden Sparkasse

Joachim Schröder, Medialer Vertrieb der Sparkasse Pforzheim / Calw, erste aktiv twitternde Sparkasse Deutschlands. Der Vorstand erfuhr vom Twittern aus der Zeitung, das anfängliche “Experiment” ist zwischenzeitlich zum aktiven Tool in der Unternehmenskommunikation geworden.

“heliumkiffer” hieß der erste Follower der Sparkasse Pforzheim / Calw (http://twitter.com/sparkassepfcw) – ein ernüchtender Start in die Welt von Twitter. Inzwischen werden über Twitter Kundenanfragen beantwortet, neue Aktionen und Services an die 400 Follower weitergegeben, Kontakt zur Presse aufgebaut, Lob angenommen und weitergegeben. Diese Beispiele zeigen, dass auch kleinere Unternehmen mit einem Aufwand von 30-60 Minuten pro Tag ihre Zielgruppe dort erreichen können. Einer Umfrage zufolge interessieren sich nämlich 53% der Webseitenbesucher der Sparkasse Pforzheim / Calw für Twitter, 8% nutzen es bereits aktiv.

Daimler im Stakeholderdialog

Uwe Knaus (www.twitter.com/uknaus), Verantwortlich für die Twitter-Accounts www.twitter.com/daimler und www.twitter.com/daimler_news, der seine Follower (Abonnenten der Twitter-Einträge) als Freunde definiert und mit ihnen über Twitter in einen aktiven Dialog tritt.

“Twitter ist kein Nebenbei-Medium”, so Knaus. Daimler hat für die Betreuung mehrerer Twitter-Accounts eine 32h-Kraft eingestellt – das Berufsbild “Twitterer” nimmt Form an. Die Erfolgsfaktoren in der Kommunikation mit den Kunden und Interessenten heißen für ihn: Dialog, Authentizität, Transparenz und Geschwindigkeit. Deshalb werden die Personen, die für Daimler twittern mit Bild und Namen gezeigt (www.twitter.com/daimler). Schließlich geht es um den Kontaktaufbau auf persönlicher Ebene – Stakeholderdialog nennt er das. Angst, dass durch die Geschwindigkeit und dem direkte Dialog Firmengeheimnisse preis gegeben werden sieht er nicht: Schließlich steht im Arbeitsvertrag, dass dies untersagt ist – egal ob im Gespräch oder auf Twitter.

Ein Konzept, wie und was zu kommunizieren ist gibt es bei Daimler aber allemal (s. Slideshow), und ist seiner Meinung auch wichtig, wenn man mit dem Einsatz von Twitter die richtige Zielgruppe erreichen möchte.
Sympathisch ist übrigens der erste Eintrag, der an Ford ging: “@Ford Motor Company is 160 years old. Happy Birthday, Ford!.” Dies wurde mit einem “@daimler Danke Daimler” beantwortet. Twittern verbindet halt…

Die Beispiele zeigen: Twitter ist ein Tool dessen sich Groß- und Kleinunternehmen mit hohem und geringen Zeitaufwand bedienen können. Wichtig ist, dass ein Konzept dahinter steht – und dass die Zielgruppe unter den Twitterern zu finden ist. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig (Kundensupport, Werbung, PR…).

Die Frage, ob Twitter nur ein Hype ist wurde übrigens größtenteils mit einem “Twitter is there to stay” beantwortet. Eventuell ein Anreiz sich mit Twitter mal auseinanderzusetzen? Und sei es nur, um den Markennamen unter www.twitter.com/marke zu sichern.

Viel Spass dabei wünscht www.twitter.com/mosaiqmedia

11. August 2009 // Glenn Kusardi // Online-Marketing, Web 2.0

Was zum Teufel ist Social Media: Ein Jahr später

Durch Zufall bin ich über den Artikel “Gute Werbung: Johnny Walker” auf die wirklich brilliante Präsentation “What the F**K is Social Media: One Year Later” von Marta Kagen gestoßen. Sehr ansprechend und kreativ werden Fakten und Chancen von Social Media aufgezeigt. Und obwohl die konkreten Details fehlen, möchte ich jedem das Lesen der Präsentation empfehlen (selbst wenn bisher noch kein Interesse für Social Media vorhanden ist).

23. Juli 2009 // Glenn Kusardi // Online-Marketing, Web 2.0

Vodafone und die Authentizität von Social Media Kampagnen

Zugegeben, ich habe lange Zeit das “Debakel” der neuen “Generation Upload” Werbekampagne von Vodafone links liegen gelassen. Ich bin einfach der Meinung, dass jede Kampagne sich an seinem Ergebnis messen lassen muss und das wird man nicht heute oder morgen, sondern erst in ein paar Monaten sehen. Nämlich dann, wenn tatsächlich die Markenkampagne startet, wenn die Zielgruppe die Werbespots und Werbemaßnahmen tatsächlich zu Gesicht bekommt und vor allem, wenn die nächsten Unternehmenszahlen präsentiert werden.

Aber neben all der Kritik die von der Blogosphäre geäußert wurde (und davon nicht zu knapp) wurde mir vor allem wieder eins deutlich. Authentizität ist das wertvollste Gut in der Kommunikation und das Internet spielt mittlerweile die erste Geige in der Außenkommunikation.

Noch mal zu den Hintergründen. Vodafone präsentierte vor kurzem ihre neue Markenstrategie die von Scholz & Friends ausgearbeitet wurde. Arcor und Vodafone sollen unter einem Markendach zusammengeführt werden und sich dabei neu positionieren. Die neue Marke soll auf den Säulen “Mehr Wert”, “Kunden Zuerst” und “Power” basieren. Das neue Markenversprechen und der Claim dazu lautet “Es ist Deine Zeit”.

Schon während der öffentlichen Pressekonferenz, aber auch im Nachhinein wurde so ziemlich alles kritisiert und auseinander genommen, was irgendwie angesprochen werden konnte:

  • Thomas Knüwer vom Handelsblatt kritisiert die ausschweifende Verwendung von Anglizismen und unbegreiflichen Fachbegriffen, sowie die fehlende Professionalität und mangelnde Kompetenz der Vortragenden in seinem Blog-Eintrag. Auch Björn Sievers von FOCUS Online musste sich für die misslungene Vodafone-Präsentation in seinem Blog-Eintrag “fremdschämen”.
  • Die Nutzer von social media Plattformen wie z. B. Facebook machten sich schon während der Pressekonferenz über die Vortragenden lustig, wie hier dokumentiert.
  • Die Blogosphäre kritisierte, dass Blogger wie Sascha Lobo sich kommerziell ausnutzen lassen oder überhaupt als Stellvertreter der Web 2.0-Welt vorgestellt werden können, z. B. hier oder hier.

Alles in allem kein guter Start für Vodafone in die “schöne neue Welt”, denn auch in anderen Blogs kam es zu eindeutigen Reaktionen:

Ich kann die ganze Kritik nachvollziehen und würde dem meisten auch zustimmen. Ich für mich persönlich, ziehe aber auch noch andere Schlüsse aus der neuen Markenstrategie und den Reaktionen der “Netzgesellschaft”.

Authentizität

Es ist nicht ausreichend davon zu erzählen, “Kunden Zuerst” und die Nähe zum Kunden über das Internet zu suchen. Es muss “gelebt” werden. Fritz Joussen, Geschäftsführungsvorsitzender von Vodafone Deutschland,  hat es in der Pressekonferenz unbeabsichtigt auf den Punkt gebracht. In einem Unternehmen stehen oftmals die Mitarbeiter “an der Front” und wenn ein Kunde über eine Marke spricht, dann auch und vor allem über die Mitarbeiter im Internet, im Call-Center oder im Ladengeschäft, die ja erste Ansprechpartner eines Unternehmens für den Kunden darstellen.

Das Internet fördert diese Situation, weil die Kommunikationswege kürzer und direkter werden. Möchte ich mein Unternehmen in sozialen Netzwerken darstellen und, wegen mir, auch in einer öffentlichen Pressekonferenz vorstellen, so muss ich mich Reaktionen auf Twitter und in Blogs rechnen und darauf reagieren.

Welche Werkzeuge dazu verwendet werden ist erst mal nebensächlich, aber es ist immens wichtig, dass das Unternehmen die Diskussion mit der Zielgruppe sucht.

Um auf die Vodafone-Kampagne zurück zu kommen: Die Pressekonferenz hätte natürlich auf die “Generation Upload” zugeschnitten werden sollen. Wichtiger als Buzzwords sind Inhalte. Wichtiger als das Anbieten von bestimmten Maßnahmen wie einer Facebook-Fanpage ist die Nutzung dieser Kommunikationsmittel.

Internet als Kommunikationsmittel Nr. 1

Natürlich kann man die Kampagne “Generation Upload” nicht mit anderen Kampagnen vergleichen, zumal Vodafone direkt von den Online-Nutzern profitiert und es daher naheliegend ist, eine Werbekampagne zu entwickeln die zu einem großen Teil online stattfindet (über soziale Netzwerke, Handy-Applikationen, usw.). Aber ich glaube dennoch, dass es eine Frage der Zeit ist bis es heißt “online leads”. Das Online-Marketing führt die Außenkommunikation und beeinflusst alle anderen Marketingmaßnahmen. Sowie auch das Internet mittlerweile die Gesellschaft prägt und beeinflusst und ganz klar erkennbar ist, dass sich das Nutzungsverhalten zugunsten der Online-Medien ändert.

Die Idee hinter der Vodafone-Kampagne ist also durchaus gut und das direkte Einbeziehen der “Netzgemeinschaft” in die Kommunikation und das gesamte Auftreten des Unternehmens fast schon revolutionär… Ja wenn auf die vielen Worte auch tatsächlich Taten folgen. Denn das ist bisher leider noch nicht erkennbar. Zwar hat Vodafone auf die Reaktionen einen eigenen Blog-Eintrag veröffentlicht. Der kratzt allerdings nur an der Oberfläche und reagiert unterm Strich auf einen einzigen Beitrag (verlinkt ist nämlich nur der vorhin genannte Blog-Eintrag von talkabout). Social Media lebt aber davon die Kommunikation zu suchen und auch auf negative Beiträge zu reagieren. Und an dieser Stelle ist Vodafone meiner Meinung nach eben noch nicht weit genug.

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