Archiv mit Beiträgen des Autors

20. April 2012 // Tobias Mattl // Social Media

Content ist und bleibt King – auch auf der AllFacebook Marketing Conference

Was machen eigentlich Unternehmen wie Vodafone, Burger King, RTL II, Microsoft oder auch Datev auf Facebook? Wer diese Frage beantwortet haben wollte, war auf der ersten AllFacebook Marketing Conference vergangenen Montag in München genau richtig. Aber auch all diejenigen, die sich mit dem Thema Facebook-Marketing näher beschäftigen wollen, konnten sich auf der eintägigen Konferenz auf spannende Themen und interessante Präsentationen freuen. Insgesamt nahmen mehr als 350 Teilnehmer das Angebot von allfacebook.de an und trafen sich im Leonardo Royal Hotel um Speakern wie Thomas Hutter oder Curt Simon Harlinghausen zuzuhören.

Die Opening-Keynote hielt F. Scott Woods von Facebook Deutschland, der zwar deutlich machte, dass Facebook in vielerlei Hinsicht noch ganz am Anfang stehe (“this journey finished 1%”), aber ansonsten leider keine besonderen Neuigkeiten zu verkünden hatte, außer dass Facebook in naher Zukunft Facebook-Offers testen wird, bei denen man dann spezielle Angebot per E-Mail zugeschickt bekommt.

Im Anschluß daran kam meiner Meinung nach der beste Beitrag an diesem Tag, in dem Daniel Backhaus und Stefan Spiegel erklärten, was wirklich hinter Dialog 2.0 steckt und wie und warum die Bahn auf Facebook und den anderen Social-Media-Kanälen kommuniziert. Außerdem gingen sie auf grundlegende Dinge ein, die bei einem echten Dialog im Social Web von größter Bedeutung sind.

Vor der Mittagspause ging es dann noch an die Praxis-Cases, in denen die Social-Media-Verantwortlichen von Vodafone, Burger King und RTL II von ihren Erfahrungen berichteten. Am interessantesten war das crossmediale Konzept von RTL II, die ihr TV-Format in Facebook “weiterleben” lassen und somit mehr als 1,6 Mio. Fans gewinnen konnten.

Ebenfalls sehr interessant war der Beitrag (“Marken mächtig machtlos“) von Curt Simon Harlinghausen. Der ehemalige Skilehrer ging auf die Gefahren für Marken und Unternehmen im Social Web ein, wo er unter anderem auf den gesellschaftlichen Wandel aufmerksam gemacht hat.

Christian Buggisch hielte einen Vortrag über Social Media bei B2B-Unternehmen und brachte den Teilnehmern die Social-Media-Strategie von Datev näher.

Der Schweizer Social-Media-Berater Thomas Hutter referierte über die Datenschutzbestimmungen und Promotion Guidlines bei Gewinnspielen und Wettbewerben auf Facebook und vermutete, dass ca. 95% der Gewinnspielveranstalter gegen die Gewinnspiel-Regeln von Facebook verstoßen – 90% davon, weil sie nicht richtig beraten wurden.

Zum Schluß erzählte Daniel Panto von Endemol noch, wie sie bei Big Brother die Facebook-Credits für ihr Voting-System genutz haben und welche Methode Microsoft (Marco Rinne) verwendet, um einen ROI aus den genutzen Facebook-Seiten zu berechnen.

Ab und an hätte ich mir dann doch ganz gerne mehr “Insider”-Wissen, Mehrwert oder gar Handlungsempfehlungen gewünscht. Dennoch sind hinsichtlich Facebook-Marketing alle Themen besprochen worden und darüber hinaus auch wichtige Punkte bestätigt worden:

  1. Facebook Page als Mission Control – Alles beginnt mit der Page.
  2. Content ist und bleibt King und sollte so formuliert werden, dass er die Nutzer interessiert und diese ihn dann liken, teilen und kommentieren wollen.
  3. Die Basis von Social Media um Ernst genommen zu werden ist der Dialog.
  4. “Public is the new private” – Ein gesellschaftlicher Wandeln findet statt, auf den sich die Unternehmen einstellen müssen.

Deshalb ein großes Lob an die Veranstalter Philipp Roth und Jens Wiese für diese gelungene Konferenz!

Einige Präsentationen der Veranstaltung sind hier oder auf dem Blogg von allfacebook.de zu finden.

30. März 2012 // Tobias Mattl // Online-Marketing

Spielend (leicht) Kunden binden! – mit Gamification

Gamifiwas? Gamification wird laut Harvard Business Review als einer der Trends für das Jahr 2012 vorausgesagt und bezeichnet die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremden Systemen.

Gemeint sind Unterhaltungs- und Belohnungssysteme. Doch was haben die Kunden damit zu tun?

Mit Hilfe von spielerischen Elementen wie Erfahrungspunkten, Highscores, Fortschrittbalken, Ranglisten, virtuellen Gütern oder Auszeichnungen sollen die Kunden motiviert werden, sich mit Unternehmen oder Produkten zu beschäftigen, mit ihnen zu interagieren, für sie zu werben oder sie zu teilen.

Wie man Komponenten aus Spielen im echten Leben verwendet, um Menschen zu motivieren Dinge zu tun, auf die sie sonst keine Lust hätten, zeigt das folgende Video:

Gamification setzt auf den spielerischen Umgang mit einem Produkt, einer Website, einer Software oder einer Handy-App. Hierbei sollte die Bedienung und die Komplexität des Spiels auf den Nutzer abgestimmt sein. Das heißt die Bedienung muss leicht verständlich und das Spiel darf nicht zu komplex sein. Darüber hinaus dürfen zu keinem Zeitpunkt Informationslücken entstehen, die den User daran hindern könnten, das Spiel fortzusetzen.

Die Spielifizierung ist eine wichtige Technik in den sozialen Medien, um die Nutzer an die Plattform oder den Shop zu binden. Ziel von Gamification ist es somit durch Nutzerbeteiligung die Reichweite zu steigern und anschließend den Kunden zu binden.

Gamification ist gerade in Deutschland, dem Herkunftsland vieler guter Brettspiele, sehr ernst zu nehmen. Laut einer Studie des BIU in Zusammenarbeit mit der GfK spielt jeder vierte (25%) Jugendliche und Erwachsene in Deutschland im Internet. Dies ist ein Plus von 17% im Vergleich zum Vorjahr.

Man kann also gespannt sein, wie sich dieser Trend verbreitet und in welchen neuen Bereichen Gamification eingesetzt wird?! Die oberen Zahlen zeigen bereits deutlich, dass vor allem in Deutschland großes Potential vorhanden ist. Gerade im E-Commerce-Bereich gibt es verschiedene Ansatzpunkte spielerische Elemente unterzubringen, um die Kunden zu binden und gleichzeitig zu motivieren, für das Unternehmen zu werben und zu teilen.

Welche Beispiele zu Gamification kennen Sie?

16. Februar 2012 // Tobias Mattl // Social Media

Timeline für Unternehmen – Neues Layout auch für Facebook-Fanpages?

Bei den Usern stößt sie noch auf große Skepsis, aber die Gerüchte verdichten sich, dass die neue “Timeline” (alias “Chronik”) noch im Februar auch für Fanpages eingeführt wird. Ende letzten Jahres hatte Facebook bereits damit begonnen, die sogenannte Chronik für private Profile freizuschalten. Hatte man vor einigen Wochen noch die Option die Chronik manuell zu aktivieren, wird diese schon bald bei jedem Nutzer automatisch eingeschaltet.

Neben einem größeren Bild, haben die Facebook-User auch die Möglichkeit mit dem “Zeitstrahl” das gesamte Leben kompakt auf einer Seite darstellen zu lassen. Mit nur einem Klick gelangt man nun zu bestimmten Meilensteinen und kann sich dazugehörige Kommentare, Bilder und jegliche Aktivitäten direkt anzeigen lassen. Ein prominentes Beispiel, wie man die neue Facebook-Chronik einsetzten kann, zeigt Boris Becker.

Wie aber fast immer, wenn Facebook-Änderungen veröffentlicht werden, führte auch dieses neue Feature zu öffentlichen Diskussionen. Nicht jedem war klar, worum es sich bei dieser Änderung handelt: siehe Webfail.at. :-)

Mittlerweile geht aber die Unruhe auch auf die Agenturwelt über, denn wie AdAgeDIGITAL und internetworld.de berichten, werden die Chroniken auch für Facebook-Fanpages freigeschaltet. Launchtermin soll der 29.Februar 2012 anlässlich der Facebook-Marketing-Konferenz sein.

Obwohl im Moment noch nicht absehbar ist, welche Veränderungen auf die Fanpage-Betreiber zu kommen, kann man laut David Fischer (Vice President of Advertising and Global Operations at Facebook) davon ausgehen, dass die Fanpage-Chroniken konsistent mit den Chroniken für private Profile sein werden, allerdings nicht 1 zu 1.

Unternehmen sollen mit der optischen Veränderung durch die neue Chronik mit Hilfe des großen Profilfotos ihre Marke in den Mittelpunkt rücken können. Aber auch geschichtlich relevante Ereignisse können durch das neue Feature kommuniziert werden. Mit Hilfe der “Zeitstrahl”-Funktion haben Unternehmen die Möglichkeit, einzelne Beiträge aus der Vergangeheit hervorzuheben und wichtige Angebote aus der Vergangenheit zu kennzeichen.

Wie zukünftig die Fanpages auf Facebook aussehen könnten, zeigt Mashable mit Beispielen bekannter Marken.

Wie die Tabs und Apps in das neue Design integriert werden sollen, ist noch unklar. Angeblich sollen Boxen für die Anwendungen innerhalb der Timeline platziert werden. Unklar ist ebenfalls, ob die Änderungen für alle und über Nacht kommen. Jedenfalls sollten sich die Unternehmen, die eine Fanpage betreiben, den 29.2. im Hinterkopf behalten, um gegebenenfalls gleich durchstarten zu können.

Sieben Erfolgsfaktoren für erfolgreichen Online-Handel

Der Handel im Internet boomt. Es gibt immer mehr Verkaufsplattformen im Internet und damit eine Vielzahl von gleichen oder ähnlichen Angeboten. Sekunden entscheiden darüber, ob ein Kunde im Shop bleibt oder zur Konkurrenz weiter surft. Somit wird es für die Betreiber immer wichtiger, auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Doch was erwarten die Konsumenten von einem perfekten Online-Shop?

Diese Frage stellte sich auch das E-Commerce-Center Handel (ECC) und erstellte in Zusammenarbeit mit dem Logistikdienstleister Hermes eine Studie mit über 10.000 Konsumenten als Teilnehmer. Die Studie beschäftigt sich mit den Fragen nach den entscheidenden Erfolgsfaktoren von Online-Shops und wie sich die Kundenbindung im Online-Handel erhöhen lässt?

Aus Sicht der Web-Shops sind neben zufriedenen Kunden vor allem treue Kunden wichtig: Kundenzufriedenheit = Kundenbindung. Diese Formel gilt auch für den Online-Handel.

Doch wie macht man die Kunden zufrieden? Die Studie hat sieben Bereiche indentifiziert, auf die Händler ein besonderes Augenmerk legen sollten:

  1. Die Websitegestaltung – der erste Eindruck zählt.
  2. Die Usability – einfache Benutzerfreundlichkeit.
  3. Das Sortiment -  Grund für den Einkauf.
  4. Die Preisgestaltung – aufgrund der Preistranparenz ein wichtiges Kriterium.
  5. Der Service – Vertrauen beim Kunden.
  6. Die verfügbaren Bezahlverfahren – verschiedene Möglichkeiten.
  7. Die Versandoption und Lieferung – an Kundenbedürfnisse anpassen.

“Nur wenn die Kunden mit den einzelnen Faktoren zufrieden sind, gelingt es den Online-Shops, sich langfristig am Markt zu positionieren”, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer der IFH Köln.

Shop-Anbieter, die aus Kundensicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren berücksichtigen, erhöhen die Kundenbindung an ihre Verkaufsplattform. Hierbei  haben die Faktoren “Versandoption und Lieferung” und “Usability” einen besonders großen Einfluss darauf.

Gerade im Zeitalter von Social Media gewinnt die Bereitschaft von Kunden, Produkte oder Shops weiterzuempfehlen, zunehmend an Bedeutung. Deshalb wird diese Weiterempfehlungsbereitschaft als wichtiger Indikator für das Folgekaufverhalten, aber auch für die Neukundengewinnung bewertet. Knapp 25% der befragten Teilnehmer gaben an, bereits durch Empfehlungen auf einen Online-Shop aufmerksam geworden zu sein.

Ein Patentrezept gibt es, wie fast überall im Online-Bereich, leider nicht. Legt man als Shop-Anbieter allerdings besonderen Wert auf die oben genannten Faktoren, so hat man gute Chancen einen erfolgreichen Online-Shop zu betreiben.

15. Dezember 2011 // Tobias Mattl // Social Media, Web 2.0

Ein “Plus” für Unternehmen? – Google+ startet mit Business-Profilen

Was bei Facebook schon lange möglich war, funktioniert künftig auch bei Google+: War es für Unternehmen bislang nicht möglich, Unternehmensprofile bei Google+ zu erstellen, ist dies seit einigen Wochen möglich. Von nun an haben Firmen die Gelegenheit mit den sogenannten Google+-Pages, die explizit für Unternehmen und Marken gedacht sind, eine Fanbasis aufzubauen und Inhalte mit ihnen zu teilen.

Laut einer Forsa-Studie nutzen bereits 6 Prozent der deutschen Internetnutzer das soziale Netzwerk von Google. Das sind genauso viel, wie der Microbloggingdienst von Twitter. Bei Facebook sind es bereits 51 Prozent der Internetnutzer, die das Netzwerk nutzen.

Optisch bieten die Google+-Pages nichts Neues, denn das Design hat Google weitgehend von den privaten Profilen übernommen. Auffallend ist der +1-Button unter dem Profilbild, mit dem die Unternehmensseite schnell weiterempfohlen werden kann. Ebenfalls anders wie bei den Privatprofilen sind die “Circles” in der linken Spalte. Mit diesen können sich Unternehmensseiten gegenseitig in ihre Kreise hinzufügen. Unterhalb davon gibt es einen Überlick über die Anzahl der Fans der Seite.

Bei MOSAIQ sieht das dann so aus:

Die Funktionen für ein Unternehmen unterscheiden sich aber von den Funktionen der privaten Nutzer. So haben Unternehmensseiten erst die Möglichkeit User in ihre Kreise aufzunehmen, nachdem sie von dem User hinzugefügt wurden.

Aufgrund der Tatsache, dass die Google+ -Posts, wie auch die Facebook-Posts der Unternehmen, in die Suchergebnisse bei Google mit eingebunden werden, lassen sich die Unternehmensseiten besser auffinden. Zusätzlich werden bereits heute einige Google+ -Inhalte bei den Suchergebnissen in Google angezeigt. Goolge+ plant eine Analytics-Einbindung, welche helfen soll die Aktivitäten auf der Plattform zu messen und zu verstehen. Eine weitere nützliche Funktion ist das Erstellen von verschiedenen Circles, das ein individuelles Teilen von Inhalten erlaubt. Ebenfalls eine hilfreiche Funktion ist der +1-Button, mit dessen Hilfe die Businesseite beworben werden kann. Durch implementieren auf der eigenen Webseite können Produkte und Diesnstleistungen weiterempfohlen werden. Mittels der in der Testphase steckenden Funktion “Direct Connect” werden die +1-Informationen künftig auch in der Google-Suche angezeigt.

Allerdings gibt es auch noch genügend Optimierungsbedarf. So können beispielsweise Profile nur von einem bereits bestehenden Google-Nutzer eingerichtet werden und es können noch keine Administratoren hinzugefügt werden. Dies ist dann wichtig, wenn mehrere Mitarbeiter eine Business-Seite betreuen. Des Weiteren ist es ebenfalls noch nicht möglich Kommentare auf eine Google+ -Wall eines Unternehmens zu setzen. Der Dialog mit einem Google+-Nutzer ist bis dato nur via Kommentar auf einen Post möglich. Ebenfalls optimierungsbedürftig ist die Google+-URL. Während man bei Facebook die Möglichkeit hat, eine Vanity-URL zu beantragen, ist dies bei Google+ noch nicht der Fall.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Unternehmensprofile bisher nicht mehr als ein wenig erweiterte Privatprofile sind. Ihnen fehlt noch die Möglichkeit, durch Apps und zusätzliche Tabs das Unternehmensprofil zu individualisieren und sich somit von anderen Seiten abzuheben. Gespannt kann man dagegen auf die “Direct Connect”-Funktion und auf die geplante Analytics-Einbindung sein.

MOSAIQ MEDIA

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