Archiv mit Beiträgen des Autors

27. September 2010 // Glenn Kusardi // Entwicklung

iPhone vs. Android aus der Entwicklersicht

Schon länger wird gemunkelt, dass die nächste große Entwicklungsstufe des Social Web die Benutzer auf mobile Endgeräte führen wird. Vieles spricht dafür. Nicht nur neue Dienste, die ohne iPhone und co. undenkbar wären, wie z. B. Foursquare, das es erlaubt sich an beliebigen Orten einzuchecken und kenntlich zu machen, dass man sich an einem bestimmten Ort aufhält, auch etablierte Plattformen wie z. B. Facebook, aber auch die “guten, alten” RSS-Feeds werden immer mehr auf Smartphones verwendet.

Nun gibt es bekanntlicherweise nicht nur ein solches Smartphone. iOS-, Android-, Windows Phone, Symbian- oder Blackberry-basierte Geräte buhlen um die Gunst der Benutzer. Im Moment sind vor allem iPhones (also iOS) und Android-basierte Smartphones gefragt. Zu den Apple-Produkten muss nicht mehr viel gesagt werden. Die Geschwindigkeit in der iPhones und iPods eine marktführende Position eingenommen haben, ist beeindruckend. Aber Geräte, die auf Googles Android basieren, haben schnell aufgeholt. Nicht nur durch das G1, das für T-Mobile entwickelt wurde, sondern vor allem die zahlreichen HTC-Geräte, kamen bei den Kunden gut an.

Aber wie sehen Entwickler die zukünftige Entwicklung von iOS- und Android-Geräten? Appcelerator hat dafür die Antwort gesucht und eine Umfrage durchgeführt. Appcelerator stellt ein Framework her, das die Entwicklung von Anwendungen für mehrere Plattformen gleichzeitig erlaubt, z. B. iPhones und Android-Geräte. Wir haben das Framework bereits für eine iPhone-App eingesetzt und damit die Entwicklungskosten spürbar senken können. Aber darum geht es ja gar nicht.

Die Umfrage zeigt, dass Entwickler im Moment, kurzfristig, iPhones als Smartphone mit der besten Perspektive und Möglichkeiten sehen. Langfristig allerdings Android/Google vorne gesehen wird. Man wird natürlich erst mit der Zeit sehen, wie die Anwender das aufnehmen. Fakt ist jedoch, dass die Plattform Android/Google seine Hausaufgaben fleißig macht und einige Vorteile gegenüber iOS-Geräten herausarbeitet. Dabei hat die Aufholjagd eigentlich gerade erst begonnen.

Insbesondere werden bei Android-Geräten die Offenheit der Plattform und die angebotenen Funktionen gelobt. Schwachpunkt ist vor allem die Hardware. Hier setzt Apple mit dem iPhone und trotz aktueller Antennenprobleme immer noch Maßstäbe. Gerade die Hardware entwickelt sich aber auch extrem schnell weiter. Retina-Displays oder iPads wären vor nicht allzulanger Zeit nicht denkbar gewesen. Sind also gute mobile Geräte für Android verfügbar, wird die Nachfrage drastisch anziehen, so vermute ich.

Was bedeutet das nun für Unternehmen, die planen Anwendungen für mobile Endgeräte zu konzipieren und umzusetzen? Im Moment nichts. Gerade in Deutschland liegen iPhones noch weit vorne. Auf andere Plattformen kann im Moment noch verzichtet werden, wobei man das natürlich trotzdem immer im Einzelfall und abhängig von den Zielgruppen überprüfen sollte. Mit Anwendungen für iPhones erreicht man schon einen Großteil aktiver mobiler Endbenutzer. Aber: Perspektivisch müssen insbesondere Android-basierte Smartphones im Auge behalten werden. Und wie schnell sich der Markt verändert hat man eben schon bei Apple gesehen.

16. August 2010 // Glenn Kusardi // Allgemeines

Die Büchse der Pandora – Netzneutralität

Die Netzneutralität ist in aller Munde. Und weil es um ein Grundprinzip des Internets geht und im Moment kontrovers diskutiert wird, wollen wir das auch hier thematisieren. Worum geht es denn überhaupt? Es geht um die Spielregeln zwischen Zugangsanbieter (also Netzbetreiber wie die Telekom oder Vodafone) und den Serviceanbietern (also z. B. Google, Facebook, aber auch sämtliche andere Anbieter von Inhalten im Internet).

Das Internet verhält sich seit jeher neutral. Daten zwischen den Serviceanbietern und den Menschen werden unabhängig davon, woher sie kommen, gleich behandelt. Egal ob ich gerade die Suchergebnisse bei Google abrufe oder die Nachrichten auf privaten Blogs lese, der Netzbetreiber macht keinen Unterschied. Die Daten werden so schnell abgerufen, wie vom Serviceanbieter zur Verfügung gestellt. Das kann von Serviceanbietern nicht beeinflusst werden.

Nun sagen die Netzbetreiber, dass sich das Internet zu schnell weiterentwickelt. Es müssen immer mehr Inhalte in immer kürzerer Zeit abrufbar sein. Ich kann mich noch an Zeiten früher erinnern, als ich mich mit 2.400 Baud in Mailboxen eingewählt hatte. Das Internet in der Form gab es damals noch nicht. Das ist aber noch gar nicht so lange her und man kann eigentlich darüber lachen, wenn ich als junger Mensch von “früher” und “damals” rede. 2.400 Baud entsprechen ca. 5.500 Bit pro Sekunde, also 5,5 Kbit/S. Ein paar Jahre später, das Internet hat die Zeiten des Analogmodems hinter sich gelassen, waren wir schon mit 64 Kbit/S über ISDN im Internet. Mittlerweile ist DSL das Maß aller Dinge mit einem bis 16 Mbit/S. Das ist ganz ungefähr 250x so schnell.

Ich schweife ab. Was ich sagen möchte ist, dass die Technik sich rasant entwickelt hat. Netzbetreiber müssen mit jeder Innovation besser werden, gleichzeitig befinden sie sich in einem sehr hart umkämpften Wettbewerb und müssen sich auch preislich immer weiter unterbieten. Die Zeiten in denen minutenweise die Internetnutzung abgerechnet wurde liegen schon lange hinter uns. So kommt es, dass Netzbetreiber sich Gedanken machen müssen, wie sie neue Einnahmenquellen schaffen können. Denn die Verbraucher sind wohl nicht bereit mehr Geld für den Internetzugang auszugeben.

Die Netzbetreiber sind dabei die Büchse der Pandora zu öffnen und den Verbrauchern das Schlechte zuzumuten in ihrer eigenen Hoffnung wieder mehr Gewinn machen zu können. Die Netzneutralität ist ernsthaft in Gefahr. Die Serviceanbieter verdienen nämlich durchaus sehr viel Geld im Internet. Manchmal mehr und manchmal weniger. Die Netzbetreiber wollen von diesem Kuchen etwas ab haben. Also wollen sie große Serviceanbieter zur Kasse bitten. Die Spielregel: “Du gibst mir Geld und ich sorge dafür, dass deine Daten schneller beim Konsumenten sind”. Das hätte Folgen. Die Großen könnten Netzbetreiber finanzieren, kleinere Serviceanbieter blieben auf der Strecke. Der natürliche Wettbewerb wäre aufgehoben. Das Grundprinzip des Internets, dass alle Inhalte grundsätzlich gleichberechtigt sind, wäre überholt. Die bisherigen Möglichkeiten, auch für kleine Serviceanbieter, ohne technische Hindernisse alle Internetbesucher gleichermaßen erreichen zu können, würden eingeschränkt werden.

Wer mehr bezahlt, könnte sich einen signifikanten Vorteil gegenüber Konkurrenten verschaffen. Überspitzt könnte Google einfach mehr zahlen als Microsoft und dafür sorgen, dass Google-Suchergebnisse favorisiert über die Datenleitung geschickt werden, als die gleichen Ergebnisse von Bing.

Und das hätte Folgen. Die bisherige Innovationsgeschwindigkeit des Internets, durch die technische Einfachheit und der Freiheit der Inhalte, wäre in Gefahr und würde verlangsamt werden. Es wäre eine Markteinstiegsbarriere für neue Serviceanbieter. Deswegen darf die Netzneutralität nicht gefährdet werden.

12. August 2010 // Glenn Kusardi // Social Media, Web 2.0

Unternehmen werden aktiver auf Facebook

Das Wachstum von Facebook ist ungebremst. 500 Millionen Benutzer versammelt auf einer Plattform? Kein Problem. Keine sechs Monate sind vergangen um von ursprünglich 400 Millionen auf über 500 Millionen Menschen zu wachsen. Das Potential wurde von vielen Unternehmen inzwischen auch erkannt. Zumindestens hat jeder Marketingverantwortliche sich schon mal mit Facebook beschäftigt.

Nun werden die Aktivitäten im Facebook-Ökosystem gesteigert. Erste Werbekampagnen sind sehr eng mit Facebook verknüpft, so geschehen bei der Volkswagen Bluemotion Kampagne von DDB Tribal. Der Egmont Verlag “schließt” den Internetauftritt der FHM um ausschließlich auf eine Facebook Seite zu setzen. Praktisch alle Business-to-Consumer-Marken sind in Facebook vertreten (mal gut, mal schlecht). All das allerdings noch ohne die eigentlichen Transaktionen. Das heißt, Produkte werden höchstens angepriesen, der Kaufvorgang findet aber im eigenen Onlineshop statt. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die sind aber selten. Vor allem namhafte Marken verweisen den Besucher dann letztendlich doch auf die eigenen Webseiten.

Aber wir werden hier einen Wandel feststellen und in Zukunft viel mehr direkt in Facebook machen können. Unternehmen sollen ja schließlich ihre Kunden dort abholen, wo die Zielgruppe sich bewegt. Das hat sich wahrscheinlich auch Delta Airlines gedacht, die das “Delta Ticket Window” erschaffen hat. Das ist eine Anwendung die auf der entsprechenden Delta-Seite auf Facebook aufgerufen werden kann. Und die es erlaubt Flugtickets zu buchen. Direkt in Facebook. Ohne Wechsel der Website. Die schöne neue Welt. Gut, das vielleicht nicht, aber es vereinfacht die Transaktion. Und das ist schließlich einer der Usability-Hauptziele die es zu erreichen gilt, dem Besucher so wenige Hindernisse in den Weg zu legen wie nur möglich.

Und ich glaube fest daran, dass das nur die ersten Versuche sind. Viele weitere Unternehmen werden auf eine ähnliche Art und Weise versuchen, ihre Produkte direkt auf Facebook zu verkaufen. Und wann springen Sie auf den Facebook-Zug auf?

Die Gefahren von Social Media

Social Media ist allgegenwärtig. So allgegenwärtig, dass sich schon längst Gegenbewegungen gebildet haben, die die Tragweite der “Kommunikationsrevolution” runterspielen wollen. Aber das ist ein anderes Thema, nur so viel dazu: Wir werden schon bald nicht mehr über Social Media reden (müssen). Es wird alltäglich sein und ein natürlicher Bestandteil des Unternehmens, der Unternehmenskommunikation und unseres Privatlebens sein. Man kann darüber streiten wann es soweit sein wird, ob bereits in der jetzigen Generation oder der nächsten.

So oder so. Social Media birgt auch Gefahren. Wenn die Unternehmenskommunikation nicht mehr nur von der PR-/Marketing- und Vertriebsabteilungen gelenkt und gesteuert wird, sondern mehr und mehr in den Zielgruppen selbst stattfindet, dann setzt man sich dem Risiko aus, dass Aussagen und Meinungen mutwillig negativ beeinflusst werden. Das kann verschiedene Ursprünge haben: Wettbewerber, die ihre Produkte besser positionieren wollen, ehemalige Mitarbeiter, die enttäuscht reagieren, Marktteilnehmer die sich einen Spaß erlauben.

Unwahrscheinlich sagen die Optimisten. Reales Bedrohungsszenario sagen andere. Vor ein paar Tagen erst, wurde eine solche Manipulation auf der Plattform Digg.com publik. Digg ist eine sehr populäre Social Web-Plattform, die es erlaubt Nachrichten, Seiten oder allgemein Inhalte entweder zu wählen oder abzuwählen. Das soll dazu führen, dass die Webseitenbesucher für eine Priorisierung im Nachrichten- und Artikeldschungel sorgen. Wichtige und gute Inhalte können so ausgezeichnet werden. Digg sorgt dann für eine Reihenfolge mit guten und eher schlechten Nachrichten. Soweit zum Grundprinzip.

In diesem Fall hat eine große Gruppierung politisch Konservativer systematisch für Themen gestimmt die in ihre politischen Vorstellungen passen und Themen abgewählt die mit ihrem Weltbild nicht vereinbar sind. Obama-kritische Artikel waren also gut, wissenschaftliche Artikel schlecht, Demokratie-kritisches gut, Umweltschutz schlecht, usw. Und das mit Erfolg. Was also in diesem politischen Kontext funktioniert kann im Unternehmensumfeld natürlich genauso passieren. Der Wettbewerber, der sowieso immer die besseren Produkte haben soll, beauftragt Mitarbeiter oder externe Menschen damit, für ihre Produkte abzustimmen und Nachrichten über Produkte der Konkurrenz abzuwählen.

Es ist sicherlich ein Beispiel, dass noch sehr speziell ist. Aber, solche oder ähnliche Risiken bergen soziale Webwerkzeuge. Facebook und Twitter haben mit ihren “Like”/”Gefällt mir”-Buttons ja ganz ähnliche Funktionalitäten. Und auch auf anderen Plattformen ist es sicherlich nicht unmöglich entsprechende Manipulationen durchzuführen.

Ein Patentrezept dagegen, gibt es nicht. Zu aller erst ist es wichtig, ein gutes Social Media Monitoring zu haben um solche Entwicklungen überhaupt zu entdecken. Voraussetzung hierfür ist aber die Überwachung nicht nur auf das eigene Unternehmen und eigene Produkte oder Dienstleistungen einzurichten, sondern regelmäßig auch den Blick auf die Konkurrenz zu werfen.

4. März 2010 // Glenn Kusardi // Allgemeines

Vielen Dank…

Nachdem die dringendsten Aufgaben abgearbeitet sind und die nächsten Aufgaben geplant wurden, ist nun die Zeit gekommen die ganzen E-Mails, Kommentare und Rückmeldungen zu sichten. Und weil es die reichlich gab, möchten wir uns auf diesem Wege für all die besorgten Nachfragen, aber natürlich auch die positiven und unterstützenden Rückmeldungen und Antworten bedanken.

Wir haben seit vorgestern wirklich Vollgas gegeben, um den Geschäftsbetrieb so gut es geht aufrecht zu erhalten. Und bisher stellen wir uns dabei recht gut an. Die freundlichen E-Mails von Freunden, Kunden und Interessenten haben uns dabei sehr geholfen.

Die Anstrengungen haben sich gelohnt, denn schon ab Montag wollen wir voller Tatendrang wieder in den Alltag gehen. Die neuen Büroräume im Nachbargebäude wurden bereits besichtigt und der Umzug des kompletten Büros ist für morgen und übermorgen geplant.

Den doch sehr straffen Zeitplan könnten wir ohne die tatkräftige Mithilfe der Allianz Real Estate und dem Umzugsunternehmen Arnholdt nicht einhalten. Deswegen möchten wir uns auch bei unseren Partnern herzlichst bedanken. Und wir sind zuversichtlich, dass wir uns auch morgen auf die Telekom und unserem Telefonspezialisten Teufel NET verlassen können.

In diesem Sinne. Vielen Dank!

Übrigens, in eigener Sache: MOSAIQ MEDIA war im Fernsehen :-). Zu sehen bei REGIO TV.

MOSAIQ MEDIA

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