27. April 2012 // Carolin Junger // Social Media

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Ganz nach dem Motto von Pinterest. Teilen, sammeln und verbreiten von Fotos und Videos steht im Zentrum des US-Startup. Bereits vor zwei Jahren gegründet, legt die Social Media Plattform Anfang des Jahres ein rasantes Wachstum hin und wurde zum regelrechten Hype. So wurde im Januar sogar mehr Traffic als von Google+, LinkedIn und YouTube zusammen erzeugt.

Anders wie Facebook, Twitter und Co. steht hier der visuelle Aspekt stark im Fokus. Pinterest setzt sich aus pin für Pinnwand und interest für Interesse zusammen. User können Bilder und Videos auf einer virtuellen Pinnwand veröffentlichen, organisieren und kategorisieren und so ihre Interessen und Vorlieben vor anderen Usern preisgeben. Die Inhalte werden entweder von Websites, mit einem Pin It Booklet im Browser oder Pin It Button auf der entsprechenden Website bezogen oder können direkt hochgeladen werden. Weiterhin können Likes und Kommentare vergeben oder Bilder und Videos anderer Nutzer mit einem Repin versehen werden. Durch Verknüpfung des Profils mit Facebook oder Twitter können die Pins und Repins dort direkt geteilt werden.

Die Plattform hat derzeit rund 8 Millionen User. Die Infografik von Daily Infographic zeigt, dass Frauen mit einer Überzahl von zwei Dritteln eindeutig besser vertreten sind als Männer. Das Durchschnittsalter der User liegt zwischen 25 und 44 Jahren.


Nun stellt sich automatisch die Frage, inwiefern die Plattform auch für Unternehmen interessant werden kann. Einige Unternehmen haben bereits den Schritt gewagt und eine Pinterest-Präsenz erstellt, bspw. adidas, amazon oder audible.de, die hauptsächlich Produkte promoten.

Pinterest bietet ein großes Potenzial als Trafficquelle. Denn sobald ein Bild oder Video von einer Website gepinnt wird, wird der Link der Quelle mit übernommen und führt andere User beim Klick darauf auf die Website. Durch Repins, also das Anheften von Bildern an die eigene Pinnwand, kann die Viralität bzw. Reichweite und somit die Wahrscheinlichkeit angeklickt zu werden enorm gesteigert werden.

Einen weiteren positiven Nutzen für Unternehmen stellt die Inspiration von Usern bis hin zur Kaufentscheidung dar. Laut einer Umfrage des Preisvergleichsportal Price Grabber haben 12% der teilnehmenden Online-Shopper bereits ein gepinntes Produkt gekauft, vor allem aus den Bereichen Lebensmittel, Kleidung und Deko-Utensilien.

Aus SEO-Sicht ist Pinterest dazu geeignet, um Backlinks zu generieren und damit die eigene Position in Suchmaschinen zu verbessern.

Weiter positive Effekte wie die Steigerung von Image und Bekanntheit und damit die Stärkung der Marke dürfen auch nicht auser Acht gelassen werden.

Nicht zuletzt lassen sich die Interessen der Zielgruppen auf der Plattform leicht analysieren und identifizieren. Mit der einfachen URL http://pinterest.com/source/domain können Unternehmen stetig überprüfen welche Inhalte von der eigenen Website aus bereits von Usern gepinnt wurden.

Einen Haken gibt es allerdings noch – das Urheberrecht. Viele der auf Pinterest veröffentlichten Inhalte sind ohne Erlaubnis der Rechteinhaber von Websites kopiert. Ein Problem das seitens Facebook auch schon lange bekannt ist und noch nicht gelöst wurde.
Einen kleinen Trost für Websitebetreiber, die dem nicht gänzlich ausgeliefert sein wollen, gibt es seit Februar. Es wurde ein Programmcode entwickelt, der auf Websites eingebunden werden kann, um zu verhindern, dass Bilder der Website gepinnt werden können.

Bleibt offen, wie sich Pinterest weiterentwickelt und eine Konkurrenz zu anderen Social Media Plattformen darstellen wird. Es sollte beachtet werden, dass Pinterest immer noch in einer Beta-Version vorliegt und die Nutzung nur auf Anfrage oder Einladung gewährleistet wird – es wird nochmal spannend wenn die Plattform für alle User geöffnet wird.

Für Unternehmen stellt Pinterest sicherlich eine Steigerung des eigenen Online-Auftritts dar – vor allem für Online-Shops und Unternehmen mit weiblicher Zielgruppe. Trotzdem sollte eine Präsenz gut geplant sein und lohnt sich nur wenn entsprechend hochwertige Inhalte zur Verfügung stehen. Das Potenzial der Plattform sollte jedoch nicht unterschätzt und anerkannt werden.

Bis dahin pin what you know and love :-)

20. April 2012 // Tobias Mattl // Social Media

Content ist und bleibt King – auch auf der AllFacebook Marketing Conference

Was machen eigentlich Unternehmen wie Vodafone, Burger King, RTL II, Microsoft oder auch Datev auf Facebook? Wer diese Frage beantwortet haben wollte, war auf der ersten AllFacebook Marketing Conference vergangenen Montag in München genau richtig. Aber auch all diejenigen, die sich mit dem Thema Facebook-Marketing näher beschäftigen wollen, konnten sich auf der eintägigen Konferenz auf spannende Themen und interessante Präsentationen freuen. Insgesamt nahmen mehr als 350 Teilnehmer das Angebot von allfacebook.de an und trafen sich im Leonardo Royal Hotel um Speakern wie Thomas Hutter oder Curt Simon Harlinghausen zuzuhören.

Die Opening-Keynote hielt F. Scott Woods von Facebook Deutschland, der zwar deutlich machte, dass Facebook in vielerlei Hinsicht noch ganz am Anfang stehe (“this journey finished 1%”), aber ansonsten leider keine besonderen Neuigkeiten zu verkünden hatte, außer dass Facebook in naher Zukunft Facebook-Offers testen wird, bei denen man dann spezielle Angebot per E-Mail zugeschickt bekommt.

Im Anschluß daran kam meiner Meinung nach der beste Beitrag an diesem Tag, in dem Daniel Backhaus und Stefan Spiegel erklärten, was wirklich hinter Dialog 2.0 steckt und wie und warum die Bahn auf Facebook und den anderen Social-Media-Kanälen kommuniziert. Außerdem gingen sie auf grundlegende Dinge ein, die bei einem echten Dialog im Social Web von größter Bedeutung sind.

Vor der Mittagspause ging es dann noch an die Praxis-Cases, in denen die Social-Media-Verantwortlichen von Vodafone, Burger King und RTL II von ihren Erfahrungen berichteten. Am interessantesten war das crossmediale Konzept von RTL II, die ihr TV-Format in Facebook “weiterleben” lassen und somit mehr als 1,6 Mio. Fans gewinnen konnten.

Ebenfalls sehr interessant war der Beitrag (“Marken mächtig machtlos“) von Curt Simon Harlinghausen. Der ehemalige Skilehrer ging auf die Gefahren für Marken und Unternehmen im Social Web ein, wo er unter anderem auf den gesellschaftlichen Wandel aufmerksam gemacht hat.

Christian Buggisch hielte einen Vortrag über Social Media bei B2B-Unternehmen und brachte den Teilnehmern die Social-Media-Strategie von Datev näher.

Der Schweizer Social-Media-Berater Thomas Hutter referierte über die Datenschutzbestimmungen und Promotion Guidlines bei Gewinnspielen und Wettbewerben auf Facebook und vermutete, dass ca. 95% der Gewinnspielveranstalter gegen die Gewinnspiel-Regeln von Facebook verstoßen – 90% davon, weil sie nicht richtig beraten wurden.

Zum Schluß erzählte Daniel Panto von Endemol noch, wie sie bei Big Brother die Facebook-Credits für ihr Voting-System genutz haben und welche Methode Microsoft (Marco Rinne) verwendet, um einen ROI aus den genutzen Facebook-Seiten zu berechnen.

Ab und an hätte ich mir dann doch ganz gerne mehr “Insider”-Wissen, Mehrwert oder gar Handlungsempfehlungen gewünscht. Dennoch sind hinsichtlich Facebook-Marketing alle Themen besprochen worden und darüber hinaus auch wichtige Punkte bestätigt worden:

  1. Facebook Page als Mission Control – Alles beginnt mit der Page.
  2. Content ist und bleibt King und sollte so formuliert werden, dass er die Nutzer interessiert und diese ihn dann liken, teilen und kommentieren wollen.
  3. Die Basis von Social Media um Ernst genommen zu werden ist der Dialog.
  4. “Public is the new private” – Ein gesellschaftlicher Wandeln findet statt, auf den sich die Unternehmen einstellen müssen.

Deshalb ein großes Lob an die Veranstalter Philipp Roth und Jens Wiese für diese gelungene Konferenz!

Einige Präsentationen der Veranstaltung sind hier oder auf dem Blogg von allfacebook.de zu finden.

12. April 2012 // Philipp Schweinbenz // Entwicklung

FLOW3 Experience – die weltweit erste FLOW3-Konferenz

Am letzten März Wochenende waren wir auf der weltweit ersten FLOW3 Konferenz in Kolbermoor vertreten. Bei einem etwa 15 köpfigen Workshop am Freitag stellte Karsten Dambekalns die Paradigmen und Hintergründe vor, auf denen FLOW3 basiert.

Das PHP Framework FLOW3 setzt das MVC-Prinzip (Model, View, Control) der modernen Softwarearchitektur durchgängig um und ermöglicht als eines der ersten Frameworks den Einsatz von AOP (Aspekt-Orientierte Programmierung). Des Weiteren können diverse neuartige Techniken wie zum Beispiel Signal Slot eingesetzt werden.

Neben den theoretischen Grundlagen wurden parallel Codebeispiele gezeigt, welche wir direkt auf unseren Laptops ausprobieren konnten. Hierbei wurde schnell ersichtlich, dass mit FLOW3 relativ einfach strukturierte Applikationen entwickelt werden können.

Am Samstag fand die Hauptkonferenz mit etwa 170 Teilnehmern statt. Der Veranstalter TechDivision schwärmte vom großen Interesse und Zuspruch für FLOW3 und räumte ein, dass bei englischer Konferenzsprache noch wesentlich mehr Besucher erschienen wären.

Die Vorträge der Konferenz waren in Stundenslots aufgeteilt. Hier wurden interessante Aspekte wie FLOW3 auf der Konsole, Persistenz mit Doctrine2, Security und vieles mehr vorgestellt.

Als Fazit bleibt, dass FLOW3 nicht nur in Bezug auf die kommende, darauf basierende TYPO3 Version 5.0 Phoenix zu beachten ist. Die durchdachte Architektur und die intuitive Handhabung eignen FLOW3 auch für die Umsetzung zahlreicher von TYPO3 unabhängiger Applikationen.

 

Weitere Blog-Beiträge zur FLOW3 Experience 2012 finden Sie hier.

Mehr Bilder von dem Event finden Sie hier.

Kreative Osterideen im Jahr 2012

Ostern steht vor der Tür und auch im Internet hat der Osterhase ein paar Eier versteckt. Wir haben uns nach kreativen Osterideen umgeschaut und möchten hier einige davon vorstellen:

Die bunte Eiersuche von Ritter Sport

Ritter Sport hat auf seiner Webseite fünf Ostereier versteckt, die gefunden und eingesammelt werden müssen.

Die große OBI Osterei-Suche

Bei der Osterei-Suche von OBI sind 10 Eier in einem Foto versteckt. Zu viel Zeit lassen sollte man sich beim Suchen aber nicht, denn die Zeit läuft!

Check The Egg von Vodafone

In den Ostereiern von Vodafone sind viele Überraschungen versteckt, die gefunden werden wollen. Um die Eier zu knacken darf man auch mal kräftig drauf hauen – mit dem Löffel! Wer die richtigen Ostereier checkt, hat die Chance auf einen Gewinn.

Oster-Spiel von Hugendubel

Ein lustiges Oster-Spiel gibt es in diesem Jahr bei Hugendubel: Der Osterhase wirft Eier in die Luft, die mit einem Korb eingefangen werden müssen. Erwischt man das Ei nicht, schlägt es mit Karacho auf dem Boden auf und wird zum Spiegelei. Lautsprecher einschalten lohnt sich ;-)

Marc Cain Ostergewinnspiel

Der Online-Shop von Marc Cain hat sich etwas ganz anderes einfallen lassen: Das Osterei versteckt sich in einer großen Hintergrund-Collage.

Das große Ostereier werfen von LIDL

LIDL hat für Ostern ein altbekanntes Spielprinzip neu aufgelegt und mit Ostereiern bestückt.

HAKA Osterfest

Auch unser Kunde HAKA Kunz lädt mit einer kleinen Schnitzeljagd zu einem spatzenmäßigen Osterfest mit Eiersuche ein!

Viel Spaß beim Ostereier suchen!

Wir wünschen allen unseren Blog-Lesern ein frohes Osterfest und erholsame Feiertage!

30. März 2012 // Tobias Mattl // Online-Marketing

Spielend (leicht) Kunden binden! – mit Gamification

Gamifiwas? Gamification wird laut Harvard Business Review als einer der Trends für das Jahr 2012 vorausgesagt und bezeichnet die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremden Systemen.

Gemeint sind Unterhaltungs- und Belohnungssysteme. Doch was haben die Kunden damit zu tun?

Mit Hilfe von spielerischen Elementen wie Erfahrungspunkten, Highscores, Fortschrittbalken, Ranglisten, virtuellen Gütern oder Auszeichnungen sollen die Kunden motiviert werden, sich mit Unternehmen oder Produkten zu beschäftigen, mit ihnen zu interagieren, für sie zu werben oder sie zu teilen.

Wie man Komponenten aus Spielen im echten Leben verwendet, um Menschen zu motivieren Dinge zu tun, auf die sie sonst keine Lust hätten, zeigt das folgende Video:

Gamification setzt auf den spielerischen Umgang mit einem Produkt, einer Website, einer Software oder einer Handy-App. Hierbei sollte die Bedienung und die Komplexität des Spiels auf den Nutzer abgestimmt sein. Das heißt die Bedienung muss leicht verständlich und das Spiel darf nicht zu komplex sein. Darüber hinaus dürfen zu keinem Zeitpunkt Informationslücken entstehen, die den User daran hindern könnten, das Spiel fortzusetzen.

Die Spielifizierung ist eine wichtige Technik in den sozialen Medien, um die Nutzer an die Plattform oder den Shop zu binden. Ziel von Gamification ist es somit durch Nutzerbeteiligung die Reichweite zu steigern und anschließend den Kunden zu binden.

Gamification ist gerade in Deutschland, dem Herkunftsland vieler guter Brettspiele, sehr ernst zu nehmen. Laut einer Studie des BIU in Zusammenarbeit mit der GfK spielt jeder vierte (25%) Jugendliche und Erwachsene in Deutschland im Internet. Dies ist ein Plus von 17% im Vergleich zum Vorjahr.

Man kann also gespannt sein, wie sich dieser Trend verbreitet und in welchen neuen Bereichen Gamification eingesetzt wird?! Die oberen Zahlen zeigen bereits deutlich, dass vor allem in Deutschland großes Potential vorhanden ist. Gerade im E-Commerce-Bereich gibt es verschiedene Ansatzpunkte spielerische Elemente unterzubringen, um die Kunden zu binden und gleichzeitig zu motivieren, für das Unternehmen zu werben und zu teilen.

Welche Beispiele zu Gamification kennen Sie?

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